15 Nahrungsmittel, die Feuchtigkeit und Schleim nach TCM ausleiten

Reis, Azukibohnen und Algen - schleimausleitende Nahrungsmittel nach TCM
Fühlst du dich manchmal aufgedunsen und verschleimt? Dann lies hier, was du dagegen tun kannst:

Definition und Ursachen von Feuchtigkeit und Schleim in der TCM:

Feuchtigkeit = unverdaute Nahrungsreste

Feuchtigkeit entsteht durch:

  • zu viel kaltes Essen
  • zu viel Rohkost
  • zu viele Milchprodukte
  • zu viele Süßigkeiten
  • zu viele Weißmehl-Produkte
  • zu viel fettes Fleisch
Feuchtigkeit zeigt sich im Körper in der Verdauung (breiiger Stuhl, Durchfall) und an der Haut (Cellulite, Schwellungen, Ödeme, Akne). Andere Symptome sind Übergewicht und erhöhter Cholesterinwert sowie häufige Erkältungen. (46 Merkmale für pathogene Feuchtigkeit in deinem Körper)
 
Schleim = Feuchtigkeit, die durch Hitze und Stagnation zu Schleim eindickt

Feuchtigkeit wird zu Schleim durch:

  • Rauchen
  • Stress
  • erhitzende Ernährung (scharf essen, zu schnell essen, Fast Food)
  • Alkohol, Kaffee, Drogen
Schleim kann sichtbar sein (z.B. Auswurf bei Husten, Lipome) oder unsichtbar (z.B. Arteriosklerose, Bluthochdruck).

Diese 15 Nahrungsmittel leiten Feuchtigkeit und Schleim aus:

  1. Apfel (roh und gekocht)
  2. Marille (Aprikose, roh und gekocht)
  3. Reis
  4. Hirse
  5. Miso (die frische Paste)
  6. Algen 
  7. Austernpilze, Shiitake-Pilze
  8. Champignons
  9. Kohlsprossen (Rosenkohl)
  10. Lauch
  11. Oliven
  12. Rettich, Radieschen
  13. Sardine, Makrele
  14. Azukibohnen und Linsen
  15. Kidney-Bohnen

Iss jeden Tag eine Auswahl dieser Lebensmittel. Kleine Mengen sind ausreichend. Reduziere bitte gleichzeitig die Feuchtigkeit erzeugenden Nahrungsmittel (siehe oben). Der Lauch ist übrigens als einziges dieser Nahrungsmittel erwärmend und sollte bei Feuchter Hitze nur sehr in Maßen gegessen werden (z.B. nässende Ekzeme, chronische Darmentzündungen).

Fragen dazu? Bitte stelle diese in den Kommentaren (unten), ich helfe dir gerne weiter. 
 
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Kommentare

Liebe Katharina

Das Problem, das Ilona vor mir beschrieben hat, habe ich leider auch. Ich merke beim Essen echt nicht, wann es genug ist, auch wenn ich langsam esse, Pausen mache etc. Teilweise zwinge ich mich einfach aufzuhören, merke dann aber zirka eine Stunde nach dem Essen, dass ich eben doch noch mehr hätte essen können (und dann habe ich wieder Hunger). Manchmal denke ich auch, ich hätte Hunger, trinke viel Wasser/ungesüssten Tee und fülle den Magen mit Flüssigkeit, weil ich sehen möchte, ob ich wirklich Hunger habe. Das funktioniert unterschiedlich gut: Einmal kann ich das Essen hinauszögern, ein andermal wird mir von der vielen Flüssigkeit auf den leeren Magen eher übel. Ganz allgemein scheine ich das Essen auch nicht wirklich zu geniessen, sondern einfach hinunter zu schlingen, weil ich "den Stoff" brauche. Hast du mir ein paar Tipps?

Danke und liebe Grüsse

Raphaela

Liebe Raphaela,
danke für deinen Kommentar!
Ich möchte dir ebenso wie Ilona raten, mehr Achtsamkeit und Genuss ins Essen zu bringen. Also bewusst hinzuschmecken und nur das zu essen, was dir wirklich schmeckt. Worauf hast du Appetit, was macht dich zufrieden? Welche Konsistenz hat das Essen, wie riecht es? Das langsame Essen ist eh schon super!
Ein anderer Gedanke zu deinem Kommentar ist, dass du vielleicht allgemein zu viel über das Essen nachdenkst und es einen sehr hohen Stellenwert in deinem Leben hat (und das Hungergefühl). Was erfüllt dich abseits des Essens? Wie kannst du die wahren Bedürfnisse deiner Seele entdecken und auch befriedigen? Sodass du nicht mehr so oft ans Essen denken musst?
Liebe Grüße,
Katharina

Liebe Katharina,
Ich lese deine Artikel sehr gerne. Mein größtes Problem, dass auch in diesem Artikel wieder erwähnt wird ist das "überessen" ... Ich spüre einfach nicht wann genug ist, wenn ich zu essen begonn habe esse ich, wie wenn ein Automatismus in Gang gesetzt werden würde. Pausen sind kein Problem, aber einmal angefangen finde ich kein Ende, alles durcheinander (nach einer normalen Mahlzeit) .... Hast du einen Tipp gibt es irgendetwas nach TCM, spezielles Nahrungsmittel egal was, wie man diese Völlerei in den Griff kriegen kann??? Danke!!!!!! Ich bin wirklich schon am verzweifeln.....

Liebe Ilona,
danke für deinen Kommentar und das nette Feedback!
Ein bestimmtes Nahrungsmittel gibt es gegen das Überessen leider nicht, ich denke, es hat einfach viel mit Gewohnheit und auch emotionalen Gründen zu tun. Vom praktischen Gesichtspunkt her würde ich versuchen, zu regelmäßigen Zeiten zu essen und danach alles wegzupacken und 3 Stunden Pause zu machen. Außerdem nichts im Gehen oder auf der Couch beim Fernsehen essen, sondern nur am Tisch im Sitzen. Insgesamt versuchen, bewusster und langsamer zu essen, immer wieder die Gabel weglegen, ein paar Atemzüge machen, in den Bauch fühlen, den Geschmack beim Essen genauer wahrzunehmen und auch die Konsistenz. Schmeckt es überhaupt? Und dann nach den dahinterliegenden Ursachen forschen, also z.B. unangenehme Gefühle, die du "weg"essen willst, wie Einsamkeit, Traurigkeit, Angst, Langeweile... Wie kannst du anders mit diesen umgehen? Das ist ein Prozess und geht nicht von heute auf morgen, aber ist wirklich lohnenswert! Ein wunderbares Buch dazu ist "Gesundheit für Körper und Seele" von Louise Hay. Auch die Bücher von Thich Nath Hanh sind wunderbar, z.B. "Versöhnung mit dem inneren Kind".
Hier noch ein Blogartikel von mir zu einem ähnlichen Thema: https://www.ernaehrungsberatung-wien.at/blog/zu-undiszipliniert-fuer-ges...
Liebe Grüße und alles Liebe,
Katharina

Mein Papa hat COPD, viele sagen das goldene Milch helfen soll. Ich nehme hierfür Mandelmilch. Wollt fragen ob Mandelmilch genauso verschleimt wie Kuhmilch?

Liebe Katja,
danke für deinen Kommentar! Mandelmilch verschleimt nicht so wie Kuhmilch, genauso wie auch Hafer- und Reismilch wirkt sie nur sanft befeuchtend.
Alles Gute für deinen Papa!
Liebe Grüße,
Katharina

Hallo Katharina, so oft habe ich verzweifelt nach Hilfe gesucht, unzählige Heilpraktiker und Ärzte aufgesucht, sogar Krankenhausaufenthalte hinter mich gebracht... Alles ohne Erfolg. Ich leide seit ca. 2 Jahren unter kompletter Verschleimung der Neben- & Stirnhöhlen. Seit etwas über einem Jahr huste ich täglich zwischen 5-8 Stunden ab. Der Schleim ist von hellgelb bis grau-gelb gefärbt. Bis auf Spray gegen Verengung der Bronchien, womit ich durch das viele Abhusten am Vormittag kämpfe, hat ich nichts anderes Hilfe gebracht. Jetzt habe ich deine Seite entdeckt und hoffnungsvoll gelesen. Ernährungsmäßig bin ich auf einem guten Weg, aber wie ich las...ist noch viel zu verändern. Gibt es Hoffnung für mich? Ich möchte fest an mir arbeiten, um wieder zu gesunden und das Leben genießen zu können. Über Tipps würde ich mich freuen. Sonnige Grüße.

Liebe freesie,
Ich habe mich jahrelang mit verschleimter nase und nebenhöhlen, husten mit auswurf, in der früh herumgeschlagen. Erst vor kurzem hatte ich wieder einmal ein "verschlagenes" ohr, hatte das Gefühl von Wasser im ohr. Der ohrenarzt verschrieb mir ohrentropfen. So ein käse! Hab mich an meine alten. Nasenspülungen mit salzwasser erinnert und nach 3x war alles gut!
Also salzwasser, welches ein bißchen stärker als tränen schmeckt in ein nasenloch laufen lassen, bis es beim anderen wieder durchkommt. Auch gut ein bißchen im nasen-rachenraum zu behalten. Es brennt, bringt aber sofort linderung, ist jedenfalls einen versuch wert.

Hallo Freesie,
danke für deinen Kommentar! Ich bin überzeugt, dass es immer Hoffnung gibt, und ich würde auf jeden Fall versuchen, deine Ernährung so zu ändern, dass du langsam die Feuchtigkeit ausleitest. Wenn du dich an die Tipps aus dem Artikel hältst, kannst du einiges erreichen. Aber natürlich kann ich dir keine Garantie geben, ich wünsche dir alles Gute! Vielleicht wäre noch der Besuch eines TCM-Arztes/Ärztin eine gute Idee für Kräuter (falls du das noch nicht probiert hast).
Liebe Grüße,
Katharina

Habe eine Frage; bzgl meines 92jahrigen Vaters. Er hat soviel Schleim; dass er sogar nachts wach wird und ihn ausspucken muss. Bis jetzt haben wir noch nicht herausgefunden, was ihm helfen konnte: Jeden Morgen zuerst ein warmes Apfelmus?

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