Dauermüde, Süßhunger und schlechte Verdauung? Die 20 besten Nahrungsmittel nach TCM, um dein Milz-Qi zu stärken

Symptome des Milz-Qi-Mangels: müde, Heißhunger auf Süßes, Verdauungsprobleme

Diese drei Symptome sind Dauerbrenner bei den TeilnehmerInnen im Onlinekurs "Trust your Body - Finde deine typgerechte Ernährung nach TCM". Und Hauptsymptome von Milz-Qi-Mangel nach TCM.

Alle drei kenne ich nur zu gut aus meiner eigenen Erfahrung. Ich weiß, wie es sich anfühlt, morgens nicht aus dem Bett zu kommen und ganze Mahlzeiten mit Schokolade zu ersetzen. Was natürlich toll für die Verdauung ist! ;) (Süchtig nach Schokolade? 5 TCM-Tipps (Video))

 

Falls du die Müdigkeit, den Süßhunger und Verdauungsprobleme auch kennst, hätte ich eine Vermutung:

Du isst oft Käsebrote, Nudeln und Rohkost. Vielleicht lässt du auch gerne das Frühstück ausfallen und isst dafür spätabends noch eine große Portion.

 

Könnte das stimmen?

 

Andere Ursachen für einen Milz-Qi-Mangel sind länger andauernde psychische Belastungen sowie Überarbeitung, Schlafmangel und zu wenig oder zu nährstoffarm zu essen.

 

In vielen Fällen lässt sich die Verdauung – und dein Milz-Qi –  schon alleine durch drei Faktoren verbessern.

  1. Iss weniger Käsebrote und Brotmahlzeiten überhaupt.
  2. Iss weniger rohes Obst und Gemüse.
  3. Frühstücke jeden Tag, am besten etwas Warmes.

Folgende Symptome weisen auf Milz-Qi-Mangel hin:

  • Energiemangel und starke Müdigkeit
  • starkes Bedürfnis nach dem süßen Geschmack
  • Neigung zu Blähungen und breiigem Stuhl/Durchfall
  • Cellulite, Krampfadern, Besenreißer
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten (Beispiel: Fructoseintoleranz)
  • Blässe
  • kraftlose Stimme
  • Infektanfälligkeit
  • Hämorrhoiden oder Varizen
  • dumpfes Kopfweh
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • häufiges Grübeln und "Denken im Kreis"

 

Wenn du die TCM-Ernährung (oder 5-Elemente-Ernährung) und meine Ernährungsempfehlungen nach TCM schon ein bisschen kennst, weißt du schon, welcher Tipp jetzt kommt:

 

Iss mindestens zwei gekochte Mahlzeiten am Tag, besser noch drei.

 

Du findest diese Empfehlung quer durch meinen Blog immer wieder, egal, bei welchen Beschwerden und Symptomen.

Warum? Weil sie gegen fast alles hilft, probiere es aus!

Die Milz ist laut der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) zuständig für die Umwandlung von Nahrung in Qi, also Lebensenergie.

Wenn die Milz nicht gut arbeitet, bekommen wir also unweigerlich einen allgemeinen Qi-Mangel, werden müde und fühlen uns geschwächt.

In der Folge geraten dann auch die anderen Organe in einen Mangel, zuallererst die Lunge, das "Kind" der Milz. Danach auch Nieren, Leber und Herz.

 

Die Milz ist die Wurzel der Gesundheit.

 

Deshalb steht die Verdauungskraft im Mittelpunkt der Ernährung nach TCM.

 

Wenn sie gut funktioniert, also deine Milz glücklich und zufrieden ist, bestehen gute Chancen, dass du auch insgesamt gesund bist.

Neben dem regelmäßigen, warmem Essen gibt es auch bestimmte Nahrungsmittel, die einen Milz-Bezug haben.

Diese sind meist thermisch neutral bis wärmend, schmecken süß bis leicht bitter und wirken eher trocknend.

Die Milz liebt es nämlich "warm und trocken". 

20 Nahrungsmittel, die speziell dein Milz-Qi stärken:

  1. Datteln
  2. Fenchel
  3. Forelle
  4. Gerste
  5. Hafer
  6. Hirse
  7. Honig
  8. Huhn
  9. Karotten
  10. Karpfen
  11. Kartoffel
  12. Kohlsprossen (Rosenkohl)
  13. Kichererbsen
  14. Kürbis
  15. Linsen
  16. Maroni
  17. Pastinake
  18. Reis (jede Sorte)
  19. Sellerie (Knolle)
  20. Süßkartoffel

Quelle: Praxisbuch Nahrungsmittel und Chinesische Medizin (von Blarer Zalokar u.a.)

 

Noch ein Tipp für deine Milz: Würze deine Speisen mit verdauungsfördernden Gewürzen wie Kümmel und Kardamom.

Du kannst auch einen Tee aus Fenchel, Kümmel und Anis trinken, wenn er dir schmeckt.

Die Regelmäßigkeit ist dabei wichtiger als die Menge: also kleine Mengen von Gewürzen und 1 bis 2 Tassen Tee am Tag, aber über längere Zeit.

 

Quintessenz:

  • Energiemangel, Süßhunger und Verdauungsbeschwerden sind tpyische Symptome eines Milz-Qi-Mangels.
  • Um deine Milz zu stärken, iss mindestens zwei gekochte Mahlzeiten am Tag.
  • Versuche, Brotmahlzeiten und Rohkost zu reduzieren.
  • Iss öfters eine Auswahl der 20 milzstärkenden Nahrungsmittel.

 

Vielleicht interessiert dich auch mein Artikel zu Magenbeschwerden:

Magenbeschwerden - 13 Nahrungsmittel, die nach TCM deinen Magen stärken (und was deinem Magen eher schadet)

Kommentare

Hallo Katharina,
ich habe vor ca. 3 Wochen meine Ernährung umgestellt. Ich habe Brot, Kuchen, Süßigkeiten, Rohkost und Käse aus meinem Speiseplan verbannt. Ich esse 3 warme Mahlzeiten am Tag, Porridge mit gedünsteten Äpfeln am Morgen, Gemüse und Suppen am Mittag und Abend, hin und wieder etwas Fisch oder Geflügel dazu. Trinke zwischen den Malzeiten warmes Wasser und habe meinen Kaffekonsum stark eingeschränkt. Erstes positives Ergebnis: seitdem schlafe ich in der Nacht durch und das macht mich sehr froh, da ich seit mehr als 10 Jahren diese Erfahrung nicht mehr gemacht habe. Soweit so gut.
Was mich jedoch fast verzweifeln läßt, ist meine Verdauung, die vor der Umstellung trotz massenweise Schockolade, Chips und co hervorragend!!! funktioniert hat.
Nun bin ich ständig verstopft und kann manche Tage überhaupt nicht zur Toilette.
Ich bin ein sehr bewegungsintensiver Mensch und treibe zudem noch Sport, deine Tips mit eingeweichter Backpflaume u.ä. habe ich leider erfolglos ausprobiert.
Was kann ich noch tun?????
Selbstverständlich will ich nicht zu künstlichen Abführmitteln greifen aber der Gedanke an diese Möglichkeit schleicht sich immer wieder ein.
Für deine Hilfe sehr Dankbar
L.G. Anni

Hallo
erstmal vielen Dank für die tollen Artikel zu Ernährung und den Organen. Sehr interessant und ich finde mich immer wieder bei der Beiträgen. Der inneren Mitte/Milz wird zu wenig Beachtung geschenkt, da ist sehr viel Information abgespeichert. Man glaubt es nicht.
Nun zu meiner brennen Frage:
Hitzewallungen, Wechseljahresbeschwerden, wie kann ich mich da raus bringen?
Liebe Katharina, vielleicht hast du Tipps, für ich anwenden kann
Stress ist auch ein Thema bei mir, bin schon dabei um ihn zu reduzieren.
Vielen Dank für deine Nachricht
Elisabeth

Hallöchen :)
Erstmal danke für den tollen Artikel! Ich habe die ganze Zeit gedacht, dass ich mich sehr gesund ernähren würde mit viel Rohkost sprich morgends Butterbrot mit Käse, Gurken, Tomaten und Salatblättern.
Die oben genannten Sympthome weise ich leider alle auf und war deswegen beim Heilpraktiker, unter anderem auch wegen meiner Haut. Ich bin 32 und werde meine Mitesser/Akne nicht los.
Nungut, diese "Diät" praktiziere ich schon eine Weile und merke, dass selbst der weiße Belag auf der Zunge verschwindet. Aber die Ernährungsumstellung ist wirklich hart für mich, ich vermisse Rohkostsalate, frischen Orangensaft, Brot mit Käse, kalte Getränke etc. ;)

Nun zu den Fragen: Wann kann ich sowas denn wieder essen? Wenn es draußen wieder wärmer wird, kann ich dann wieder "kalte" Nahrung zu mir nehmen?
Evtl kalte aber trockene Lebensmittel.

Man soll ja mehr auf den Körper hören, aber wieso schafft man es meist selber nicht Dinge zu erkennen die für einen nicht so gut sind? Ohne meinen Heilpraktiker würde ich noch immer grüne smoothies trinken und mich wundern wieso ich so müde bin.

Und die letzte Frage: Ich bin im Außendienst und der Lohn ist jetzt auch nicht soo groß, dass ich jedesmal warm Auswärts essen kann.
Ich habe eine Box wo Nahrung warm gehalten wird. Nun kann ich ja schlecht frühstück und mittagessen morgends kochen und dann mitnehmen. Was halten sie davon das Essen in der Firma in der Mikrowelle zu erwärmen (leider die einzige Option) Das essen wäre dann aber schon fast einen Tag alt - ist das immer noch ok?

Liebe Grüße Mia (die für eine kalte Apfelschorle alles machen würde ;) )

Liebe Mia,
danke für deinen netten Kommentar!
Ich denke nicht, dass du dir alles verbieten musst, was dir schmeckt. Du kannst deine Milz auch stärken, wenn du ab und zu ein Käsebrot oder Salat isst. Wichtig ist das Maß. Wenn du deine 3 Hauptmahlzeiten meistens warm isst, passt auch mal ein kaltes Getränk zwischendurch oder rohes Gemüse. Am besten nicht mehr am Abend, da ist die Verdauungskraft nämlich am Minimum.
Wenn dein Körper stabiler geworden ist, sich deine Symptome also gebessert haben, kannst du auch mehr von den kalten Sachen essen, und auch, wenn es wärmer draußen ist. Trotzdem würde ich versuchen, auf Dauer die gekochten Mahlzeiten beizubehalten, vor allem, wenn du merkst, dass es dir gut tut. Geschmäcker ändern sich ja auch, vielleicht schmeckt dir der Smoothie dann gar nicht mehr. ;)
Unsere Körper sind durch Industriekost, Zucker, Umweltgifte etc. einfach nicht mehr so zuverlässig in ihren Signalen. Durch die Ernährungsumstellung werden sie aber wieder zuverlässiger, das dauert einfach.
Mittag: Gekochte Salate wären eine Möglichkeit, die kannst du bei Zimmertemperatur essen. Hier noch Ideen: https://www.ernaehrungsberatung-wien.at/blog/warmes-mittagessen-im-buero...
Liebe Grüße,
Katharina

Hallo,
eine wunderbare Seite habe ich hier entdeckt- großes Lob.
Ich habe eine Frage: Wenn der Milz-Qi Mangel durch einen Leber Qi Stau ausgelöst wird, wie könnte ich meine Ernährung anpassen, bzw. das Holz diätetisch "schwächen" um die Leber wieder unangespannt fliessen zu lassen?

Guten Morgen hab gerade diesen Beitrag gelesen und finde ihn sehr interessant jetzt ist die Frage ob auch ich dazu gehöre
Ich hoffe auf Ihr Antwort
Haben seit 1,5 Verdauungsstörungen
(Verstopfung) hab alles untersucht und nicht auffälliges gefunden
Muss dazu sagen das ich viel Stress und Angst nach meiner Trennung hatte was das alles ausgelöst hat jetzt gehts mir gut aber nicht meinen Körper bin ratlos und mein Arzt auch
Es belastet mich auch sehr
Vielleicht haben sie einen Idee was ich machen kann ich habe alles ausprobiert was auf dem Markt ist
Lg Monika

Liebe Monika,
danke für Ihren Kommentar!
Zu Verstopfung finden Sie hier die passenden TCM-Ernährungstipps: https://www.ernaehrungsberatung-wien.at/blog/verstopfung-4-rezepte-aus-d...
Das Milz-Qi zu stärken ist auch immer gut, egal bei welchen Beschwerden.
Meine Erfahrung mit starkem Stress und psychischen Belastungen ist, dass es oft mehrere Jahre dauert, bis der Körper und die Seele wirklich wieder im Einklang sind. Geben Sie sich Zeit!
Liebe Grüße und alles Gute,
Katharina

Hallo,
Habe einen Lymphknotenkarzinom, der wenig aktiv ist, mitten im Bauch, ziemlich verbreitet, um die mesenteriale sowie präaortale Arterie. Ärzte meinen (ist aber nicht bewiesen), dass dieser auf die Milz und Bauchspeicheldrüse drücken.

Nun, grundsätzlich habe ich seit ca 1,5 Jahren große Verdauungsschwierigkeiten. Ich habe fast nur Durchfall. Und wenn dann sehr wässrig. Oft muss ich 2-5 Mal in der Nacht aufstehen und aufs Klo wegen Durchfall rennen. Ich schlafe im Moment selten vor 4 oder sogar 6 Uhr morgens ein. Von 2-4 habe ich meistens große Krämpfe mitten im Bauch, besonders wenn ich auf dem Rücken liege. Beim Tasten fühlt sich die Mitte des Bauchs wie Beton an. Wenn ich mich nach links im Bett drehe, geht es besser. Nach rechts nur bedingt besser.

Ich kann allerdings keine Gemütsschwankungen bei mir erkennen. Aber viel existenzieller Stress habe ich, gerade im Beruf. Ich habe keine Fruktoseunverträglichkeit (zumindest nicht bewusst, vielleicht aber doch?) aber auf jeden Fall eine Laktoseunverträglichkeit. Es sieht so aus, als ob ich ein Problem mit Stärke hätte. Ich kann auf jeden Fall Kartoffeln nicht essen. Und manchmal, obwohl mein Zuckerwert ganz normal ist (auch Langzeit), habe ich Erscheinungen, wie eine künstliche Hypoglykämie.

Gestern Nacht wieder um 2 Uhr diese Krämpfe und Schmerzen im Bauch gehabt. Direkt zum Honig gegangen, sowie Corn Flakes und am Ende auch Cola (ich weiß, schlimm, aber ich weiß nicht mehr weiter...) und anschließend Schokolade. Um 4 Uhr ging es mir wieder besser, die Krämpfe waren weg, und ich konnte wieder einschlafen.

Mir ist sehr klar, dass dies nicht die Lösung sein kann.

Aber was sollte ich tun?

Müde bin ich, trotz wenig Schlaf, tagsüber nicht. Ich nehme auch noch Ginseng täglich ein.

Letzten April hatte sich meinen Zwölffingerdarm fast verschlossen. Ich konnte kaum noch was essen. Müsste mich eine Zeit lang nur flüssig ernähren. Dann würde es allmählich besser. Die Ärzte meinten es wäre der Druck des Tumors drauf. Aber ich glaube nicht dran. Es passte wenig zu anderen Beobachtungen, u.a. Ultraschalluntersuchungen, die ich machte, zusammen. Das ist nun weg, aber mit den wiederkehrenden Krämpfen nachts habe ich ein wenig Angst, dass es wieder kommt.

Wäre über ein paar gute Tipps sehr dankbar. Kann das, was ich hier beschreibe, tatsächlich mit einem Problem mit Milz und Bauchspeicheldrüse zu tun haben?

Vielen Dank!

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