Wie Sie Schokolade essen können und trotzdem gesund bleiben - Tipps einer Schokosüchtigen

Schokoriegel Bitter-Sahne

Sind Sie süchtig nach Schokolade? Willkommen im Club - das geht nicht nur Ihnen und mir so, sondern auch tausenden anderen Menschen! Als Ernährungsberaterin nach TCM habe ich mir ein paar Tricks angeeignet, wie ich meine Sucht im Zaum halte und meine Gesundheit keinen Schaden dadurch nimmt (Video dazu). Los gehts:

  • Sprechen Sie laut aus: "Ja, ich bin ein Schokoholic! Und das will ich ändern!"
     
  • Kaufen Sie sich keine Vorräte! Wenn Sie Lust auf Schokolade haben, holen Sie sich einen kleinen Riegel aus dem Supermarkt (vorne bei der Kassa liegen die einzeln verpackten) und essen ihn gleich auf.
     
  • Versuchen Sie nicht, die vielen Kalorien der Schokolade durch Einsparen an anderem Essen auszugleichen! Essen Sie regelmäßig ein Frühstück (idealerweise gekocht), ein Mittagessen und ein Abendessen (Rezepte nach TCM).
    Wenn Sie nur Schokolade essen und sonst fast nichts (so wie ich es früher auch gemacht habe), werden Sie zwar nicht dick, aber Sie bekommen über kurz oder lang Mangelzustände. Dann kommt es zu körperlichen Beschwerden wie Kopfweh, Schwindel, Haarausfall etc. 
     
  • Glauben Sie sich nicht selbst, wenn Sie sagen: "Ich mag keine Bitterschokolade, das kann auf keinen Fall die echte Schoko ersetzen!" Probieren Sie es aus und kaufen Sie sich eine Schokolade mit mindestens 70 % Kakaoanteil (und keine andere dazu!). Sie werden sehen, Sie können sich daran gewöhnen und der Hunger nach Schokolade wird weiter befriedigt! (Und es ist viel weniger Zucker und schlechtes Fett darin. Wenn Sie es genauer wissen wollen, können Sie bei Codecheck jede Sorte Schokolade eingeben und die Inhaltsstoffe prüfen!)
     
  • Ernähren Sie sich abwechslungsreich mit viel Gemüse, Reis, Kartoffeln und was Ihnen sonst noch so schmeckt! Auf diese Art sind Sie gut versorgt mit allen Nährstoffen, die Sie brauchen, und es entsteht nicht dieser wahnsinnige Heißhunger! Dieser zeigt Ihnen einfach, dass Sie nicht genug bekommen haben, von dem, was Ihr Körper braucht.
     
  • Hören Sie in Ihren Körper und Ihr Herz hinein und entdecken Sie Ihre wahren Bedürfnisse! Wir essen oft Süßes, um uns selbst zu belohnen, zu beruhigen oder unseren Ärger wegzuessen. Vielleicht wollen Sie in Wirklichkeit mit Ihrer besten Freundin telefonieren und sich den Ärger von der Seele reden? Oder Sie brauchen eine Umarmung oder einfach ein heißes Bad. Erforschen Sie Ihre Seele und versuchen Sie, Ihre echten Bedürfnisse zu befriedigen. Wenn Sie nicht wissen, wie, holen Sie sich professionelle Hilfe (Psychotherapie).

Vielleicht fragen Sie sich, ob ich als Ernährungsberaterin ganz von der Schokolade weggekommen bin? Die Antwort ist ein klares Nein! Aber die gute Nachricht ist, dass die Sucht durch die richtige Ernährung jetzt kontrollierbar ist.

Und so stört sie mich nicht mehr und ich genieße Schokolade als Teil einer gesunden Lebensweise, ausgerichtet nach der TCM-Ernährung (Unterschiede zur westlichen Ernährung)!

Wollen Sie auch endlich Ihren Süßhunger unter Kontrolle bringen? Dazu hätte ich noch tausende Tipps für Sie, alle selbst erprobt... Schauen Sie sich gleich mein Angebot an!

Kommentare

Auch ich bin Schokoholiker seit etwa 47 Jahren (zur Zeit trocken), habe aber teilweise etwas andere Erfahrungen gemacht.

Erst einmal scheint hochwertige Schokolade (z.B. Naturata, Rapunzel) besser zu befriedigen als billige (besonders Milka, Ritter-Sport). Dann ist bereits der Einkauf ein Teil der Befriedigung, insbesondere bei seltenen Sorten oder günstigen Angeboten. Natürlich führt genau das zur unerwünschten Lagerhaltung! Es fällt mir schwer, auf die zu verzichten, obwohl Sie natürlich recht haben, daß die zu vermehrtem Konsum führt. Kalorien habe ich noch nie gezählt und halte das sowieso für den größten Quatsch beim Abnehmwahn, zusammen mit der "Fett macht dick"-Mentalität. Vor kurzem habe ich ein halbes Jahr lang vegan gelebt und lange Zeit nur noch Zartbitter-Schokolade gegessen. Die befriedigt bei weitem nicht so wie die Vollmilch-Sorten (q.e.d.). Reissirup funktioniert bei mir genausowenig, nur Rohrzucker akzeptiert mein Körper. Mit der Ernährungsumstellung und der psychischen Komponente haben Sie durchaus recht. Hier habe ich viel aus Ihrem Leber-Buch gelernt! Und ja: Man kommt sein Leben lang nie ganz weg von der Sucht, auch wenn man schon lange "trocken" ist. Vermutlich geht es einem hier genauso wie dem Alkoholiker.

Voll Erstaunen habe ich bemerkt, daß die Umstellung von Industrie-Rübenzucker auf Voll-/ Rohrohrzucker den Bedarf nach Zucker senkt. Aber Zucker ist halt keine Schokolade. Am nächsten dran als Ersatzbefriedigung ist eine Kombination aus Zucker und Fett, wie sie sich z.B. auf manchen Christstollen befindet oder in Kuhbonbons bzw. Fudge. Nur sind diese Produkte nicht gerade viel gesünder.

Zur Zeit esse ich aus Krankheitsgründen überhaupt keine Schokolade. "Cold Turkey" nennt das der Junky, glaube ich. Bei starkem Heißhunger greife ich nun meist zu Krunchys mit Hafer oder Amaranth, weil die auch sehr sättigen. Da ißt man automatisch weniger. Tröstlich ist nur, daß die Entzugserscheinungen nach ein bis zwei Wochen etwas nachlassen und sich die Tage häufen, an denen man nichts vermißt.

Lieber Jörg,
danke für deinen Kommentar und das Teilen Ihrer Erfahrungen!
Liebe Grüße und viel Erfolg beim Entzug,
Katharina

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