Die 8 größten Ernährungsfehler nach TCM und wie sie deiner Gesundheit schaden

Fehler Nr. 1: unregelmäßiges Essen schwächt Milz und Magen

Willst du möglichst gesund und fit alt werden? Und dein Leben heute ohne körperliche Beschwerden genießen?

Dann vermeide folgende Ernährungsfehler nach TCM!

Die Umsetzung in deinem Alltag ist gar nicht so schwer und es zahlt sich wirklich aus.

Wenn du diese TCM-Tipps umsetzt, stärkst du deine Verdauung (Milz-Qi und Magen-Qi) und dein Lebensfeuer (Nieren-Yang).

Du hast wieder mehr Energie, um in der Früh aufzustehen und gut durch den Tag zu kommen.

Und kleine Beschwerden, wie Blähungen, kalte Füße und unreine Haut, verschwinden langsam, aber dauerhaft!

Auch bei chronischen Krankheiten kannst du durch Meiden dieser Ernährungsfehler dein Wohlbefinden deutlich steigern!

Die 8 größten Ernährungsfehler nach TCM:

1. Ernährungsfehler: unregelmäßiges Essen 

2. Ernährungsfehler: häufiges Überessen

3. Ernährungsfehler: zu schnelles Essen

4. Ernährungsfehler: Essen in angespannter Stimmung

5. Ernährungsfehler: häufiges Fasten und zu wenig Essen

6. Ernährungsfehler: kalte Getränke vor, zu oder nach den Mahlzeiten

7. Ernährungsfehler: zu viel Rohkost

8. Ernährungsfehler: zu viel von einem Geschmack (z.B. zu viele Süßigkeiten, zu viel Scharfes)

Die Konsequenzen für deine Gesundheit:

1. Schwächung von Milz und Magen

Unregelmäßige Mahlzeiten und häufiges Fasten bzw. zu wenig Essen schwächen Milz und Magen. Diese sind für die Umwandlung von Nahrung in Qi (Lebensenergie) zuständig, auf gut Deutsch für den Stoffwechsel!

Die Folgen sind Verdauungsbeschwerden wie Magenschmerzen und Durchfall. Andere Symptome sind Müdigkeit und Energiemangel sowie Allergien und Unverträglichkeiten.

2. Nahrungsstagnation im Magen

Überessen, zu schnelles Essen und Essen in angespannter Stimmung oder Stress führen dazu, dass die aufgenommene Nahrung in deinem Bauch stagniert. Sie kann nicht verdaut werden.

Das merkst du an einem Druck- oder Völlegefühl im Bauch. Andere Symptome sind Mundgeruch, Aufstoßen und Übelkeit.

Auch Kopfschmerzen können Nahrungsstagnation als Ursache haben.

3. pathogene Feuchtigkeit

Häufiges Überessen führt zum Entstehen pathogener Feuchtigkeit und von Schleim im Körper. Die Verdauung ist überlastet und kann nicht mehr alles umwandeln. 

Die Reste nennt man in der TCM Feuchtigkeit. Im Laufe der Zeit und unter Einwirkung von Hitze (z.B. durch scharfe Gewürze) dickt die Feuchtigkeit zu Schleim ein.

Auch die Überbetonung des süßen Geschmacks in der Ernährung erzeugt Feuchtigkeit. Besonders weißer Zucker sowie Kuhmilch und fettes Fleisch wirken stark befeuchtend.

Mögliche Symptome von zu viel Feuchtigkeit und Schleim sind Reizdarm, Schwindel und Bluthochdruck. (15 Nahrungsmittel, die Feuchtigkeit ausleiten)

4. Blutmangel

Wenn du häufig fastest bzw. öfters Mahlzeiten auslässt, bekommst du zu wenige Nährstoffe und der ganze Körper kommt in einen Mangelzustand.

Das heißt in der TCM Blutmangel und Qi-Mangel.

Zu viele bittere Nahrungsmittel und Getränke (z.B. Kaffee, schwarzer Tee) sowie zu viel scharfes Essen verletzen ebenfalls das Blut.

Symptome eines Blutmangels sind u.a. trockene Augen, Erschöpfung und lange Menstruationszyklen mit geringer Blutmenge.

5. Schwächung des Nieren-Yang

Trinkst du gerne kalte Getränke?

Wenn du diese zu den Mahlzeiten trinkst, kühlt dein Verdauungsfeuer ab und eine vollständige Umwandlung der Nahrung wird schwierig. Das schwächt auf Dauer Milz und Magen (siehe 1.) und erzeugt außerdem Feuchtigkeit (siehe 3.).

Die Vorliebe für kalte Getränke führt langfristig zu einer starken Schwächung des Nieren-Yang (= Nieren-Feuer). Dieses ist unser Lebensfeuer und sorgt u.a. für Wärme und Lebensfreude. (Yin und Yang - was hat das mit meinem Essen zu tun?)

Rohkost wirkt ebenfalls abkühlend auf das Nieren-Feuer. Das gilt besonders für Südfrüchte, Tomaten und Gurken, die als extrem kalt gelten.

Mögliche Symptome eines Nieren-Yang-Mangels sind kalte Füße und Kälteempfindlichkeit sowie depressive Verstimmungen und Ödeme.

6. Schwächung einzelner Organe 

Jedes Organ hat eine entsprechende Geschmacksrichtung. Süß gehört zur Milz, sauer zur Leber, salzig zu den Nieren, scharf zur Lunge und bitter zum Herz.

Dieser Geschmack stärkt in kleinen Mengen das betreffende Organ. Wenn du allerdings zu viel süß oder salzig isst, schwächst du deine Milz oder deine Nieren.

Isst du gerne Süßigkeiten? Dann hast du sicher schon gemerkt, dass zu viel davon deiner Verdauung gar nicht gut tut. 

Das ist ein Beispiel für diesen Zusammenhang: zu viel süß schwächt die Milz, also unsere Verdauung.

Das Milz-Qi ist auch für unser Energielevel zuständig. Deshalb wirst du müde und fühlst dich schwach, wenn du auf Dauer zu viele Süßigkeiten isst.

Quelle: Leitfaden Chinesische Medizin, Claudia Focks/Norman Hillenbrand

Die Quintessenz:

  • Iss regelmäßig und in Ruhe.
  • Verwende alle 5 Geschmäcker in ausgewogenem Verhältnis.
  • Iss nicht zu große Mengen.
  • Iss häufig gekochte Speisen und trinke nicht direkt aus dem Kühlschrank.

Alleine mit diesen einfachen Tipps kannst du sehr viel für deine Gesundheit tun. 

Vielleicht interessiert dich auch mein Gratis-Guide: 16 Schritte zu einer gesünderen Ernährung nach TCM.

Wenn du deine Ernährung in Richtung TCM umstellen willst und dabei mehr Unterstützung brauchst, empfehle ich dir meinen Onlinekurs "Trust your Body - Finde deine typgerechte Ernährung nach TCM".

Sind noch Fragen offen? Ich freue mich auf deine Kommentare!

Kommentare

Hallo Derya,
danke für deinen netten Kommentar, ich freue mich, dass es dir bei mir gefällt!
Nach TCM ist es am bekömmlichsten, wenn eine Mahlzeit als Hauptanteil einen neutralen bis leicht kühlenden und/oder leicht wärmenden Anteil hat. Stark wärmende und stark kühlende Nahrungsmittel (oder Zubereitungen) sind eher schwer bekömmlich und können zu Ungleichgewichten führen. Das kann man dann an die Jahreszeiten und an die persönliche Konstitution anpassen. Im Sommer z.B. ist ein Jogurt mit frischen Früchten bei großer Hitze durchaus angenehm, im Winter hingegen schnell zu kalt. Käsekuchen ist vor allem stark befeuchtend und deshalb nicht so empfehlenswert, durch den Grünen Tee wird er aber bekömmlicher (der wirkt trocknend). Du könntest noch wärmende Gewürze zum Kuchen geben.
Wie schnell sich die Thermik bemerkbar macht, ist bei jedem verschieden. Spüre in dich hinein, wie es dir z.B. nach der Lauchsuppe geht - wenn dir heiß wird, könnte es sein, dass sie zu erhitzend für dich war.
Liebe Grüße,
Katharina

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Hallo,
man soll im Winter wärmende Nahrung zu sich nehmen - würde das gehen, wenn man zu ein Jogurt (Kalt) mit Zimt oder Kurkuma (Warm-Heiß) - wäre diese Mischung dann "Neutral"?

Lieber Christoph,
danke für Ihre Nachricht!
Diese Mischung ist leider nicht neutral, dazu fehlen die neutralen Zutaten wie z.B. gekochtes Getreide und gekochtes Gemüse, Hülsenfrüchte, Kompott (sanft kühlend) oder Ei.
Das Jogurt wird schon ein bisschen wärmer mit Zimt, aber nicht so viel, dass es nicht immer noch abkühlend und befeuchtend wirken würde. Besser: Haferflockenporridge daruntermischen!
Liebe Grüße,
Katharina

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Hallo liebe Katharina !
Bin ein Fan von ihnen geworden. Aber in Richtung bin ich nicht ganz ihrer Meinung. Ich lebe in der Steiermark und gebe auf meinen Salat nur Kernöl. ( Kaufe es bei d. Bauern) Warum sollte ich Olivenöl nehmen wo wir in Wirklichkei überhaupt nicht wissen wo es herkommt. Vielen Dank ( ich bin mehr für heimische Produkte )

Liebe Margit,
danke für Ihren Kommentar! Kürbiskernöl ist toll, ich verwende es auch gerne! Aber kochen kann man nicht damit, da es ja nicht erhitzt werden soll. Dazu nehme ich eben gerne Olivenöl, aber das muss natürlich nicht sein.
Ich denke, was die regionale Herkunft betrifft, haben Sie natürlich durchaus Recht. Das wäre das Ideal! In der Stadt ist es wohl etwas schwieriger als am Land, wobei es auch hier immer mehr Angebote dafür gibt.
Liebe Grüße,
Katharina

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Vielen Dank für diese wertvollen Informationen. Alle 5 Geschmäcker gleichmäßig zu verteilen, ist jedoch nicht so einfach. Vor allem bei "sauer" und "bitter" fällt mir gar nicht so viel ein, was ich essen könnte (mal davon abgesehen, dass ich diese Geschmacksrichtungen eh nicht besonders mag). Haben Sie hier ein paar Tipps für mich?

Liebe Janine,
danke für Ihren Kommentar und das nette Feedback! Den sauren Geschmack könnten Sie mit etwas Zitrone zum Würzen oder Tomaten oder einen Schuss Essig integrieren. Und bitter sind einerseits viele grünen Salate wie Endivien und Chicoree, aber auch Kaffee, Tees, Rotwein sowie Feta und Oregano und Basilikum.
Der (natur)süße Geschmack bildet soll allerdings den Hauptanteil bilden, also Getreide, die meisten Gemüsearten, Obst, Hülsenfrüchte, Fisch und Fleisch, Fette, Nüsse... Die anderen Geschmäcker helfen, diese nährenden Zutaten besser verdaubar zu machen, und sind sozusagen nur die Drüberstreuer. :)
Ich hoffe, diese Informationen helfen Ihnen ein bisschen weiter!
Liebe Grüße,
Katharina

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hallo, ich habe glaube ich auf ihrer seite gelesen, dass man laut tcm keine öle zu sich nehmen soll (ausgenommen olivenöl). was ist der grund dafür, von den kaltgepressten ölen wird ja immer berichtet wie gesund und wichtig diese sind. ich esse zb regelmäßig bio leinöl. ist es besser damit aufzuhören? bezgl. dem olivenöl heißt es oft, dass es bei uns kein "gutes" öl zu bekommen ist. können sie ein olivenöl empfehlen?
liebe grüße
christine

Liebe Christine,
die TCM hat nichts gegen Pflanzenöle. Nur ich persönlich! ;)
Ich stoße regelmäßig bei meinen Recherchen auf Berichte, dass Pflanzenöle nicht so gesund sind, wie oft propagiert wird. Besonders Rapsöl schneidet schlecht ab, weil es stark verarbeitet ist und das Omega-3- zu Omega-6-Verhältnis nicht gut ist. (Ebenso wie bei Sonnenblumen-, Maiskeim- und Distelöl.) Es gibt sicher Rapsöl-Varianten, die naturbelassen sind, aber die sind selten.
Das Leinöl hat sicher seine Berechtigung in einer ausgewogenen Ernährung. Es ist nur zu bedenken, dass es schnell ranzig wird. Und dann sind alle Vorteile weg und verwandeln sich in ihr Gegenteil - ranzige Öle schaden nämlich unserer Gesundheit.
Olivenöl kaufe ich in Bio-Qualität und habe schon das Gefühl, dass die Qualität in Ordnung ist. Eine bestimmte Marke kann ich nicht empfehlen!
Olivenöl besteht vor allem aus einfach ungesättigten Fettsäuren (und nur zu geringerem Teil aus mehrfach ungesättigten wie z.B. Leinöl). Dadurch ist es stabiler und kann auch mäßig erhitzt werden. Die Herstellung scheint außerdem nicht ganz so chemisch abzulaufen wie bei den anderen Ölen. (Wobei ich da selber noch am Forschen bin.)
Ich mag den Geschmack von Olivenöl und verwende es sehr gerne. Andere Öle verwende ich fast nicht.
Wenn Ihnen das Leinöl schmeckt und Sie das Gefühl haben, dass es Ihnen gut tut, genießen Sie es ruhig weiter! :)
Liebe Grüße,
Katharina

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