Eine Zeitreise in die 90er Jahre – und was dein Essen mit dem "sich spüren" zu tun hat

Wie gut spürst du dich?

Heute entführe ich dich mal kurz in die 90er Jahre. Stellen wir uns vor, es ist der 8. Dezember 1997.

Ein Feiertag, super! Die Arbeit in der PR-Agentur freut mich eh nicht.

Ich stehe gegen 10 Uhr auf, nachdem ich mich schon eine Stunde herumgewälzt habe. Warum bin ich nur ständig so müde

Hunger habe ich keinen, da ich am Abend davor beim Fernsehen eine halbe große Tafel Noisette-Schokolade gegessen habe.

Ein Glas Wasser reicht als Frühstück. Ich will ja auch nicht zu dick werden, also esse ich neben der Schokolade lieber nur wenig.

Jetzt creme ich mal meine extrem trockenen Hände ein, echt mühsam, diese Neurodermitis. Und immer dieser Juckreiz...

Meine Mutter sagt mir ständig, ich solle weniger Schokolade essen wegen meiner Haut. Aber ich merke keine Zusammenhänge - es ist vollkommen egal, was ich esse, meine Haut ist immer schlecht!

BEAM in die Jetzt-Zeit: Dieses Argument höre ich so oft in der Ernährungsberatung - man merkt keinen Unterschied in den Verdauungsbeschwerden, dem Kopfweh oder der Akne. Es ist egal, was man isst!

Ist es natürlich nicht. Nur ist unser Körper schon so überlastet mit unverdaubaren Resten (nach TCM "Feuchtigkeit"), Zusatzstoffen und Chemie, dass wir zuerst einmal eine Art Reinigung brauchen, um uns wieder zu spüren. Zum Beispiel eine Reiskur.

Back to the 90ies:

Zu Mittag esse ich dann ein Tiefkühlgemüse mit Feta, das reicht mir. Morgen mache ich mir dann wahrscheinlich Nudeln mit Olivenöl und Knoblauch.

Irgendwie fühle ich mich die ganze Zeit so schlapp und aufgedunsen, und meine Verdauung spinnt auch schon wieder. Ich grüble, ob ich vielleicht doch mal weniger Schokolade essen sollte...

Aber halt - das schaffe ich einfach nicht! Beim Gedanken bekomme ich fast Panik. Ohne Schokolade macht mir das Leben einfach keinen Spaß. 

Am Nachmittag dreh ich wieder den Fernseher auf und schaue Beverly Hills 90210, Melrose Place, Friends und ein paar Folgen Roseanne. Kabelfernsehen sei Dank. Und die Schokolade schmeckt soo gut.

Gegen Abend steigt mein Energielevel und ich treffe mich noch mit Freunden auf den einen oder anderen weißen Spritzer. Ein perfekter Tag!

Wirklich?

BEAM in die Jetzt-Zeit: Aus heutiger Sicht denke ich: Mein Gott, wie habe ich meine Jahre verschwendet! Was hätte ich alles Tolles erleben können, lernen können und Gutes kochen können!

Aber ich hatte einfach dermaßen wenig Energie und war wie in einem Dämmerzustand. Wie unter einer Wolke. Und ich spürte mich überhaupt nicht.

Der Grund für den Dämmerzustand ist aus TCM-Sicht zu viel Feuchtigkeit im Körper. Die macht müde, träge, schlapp und neblig im Kopf.

Und natürlich hatte ich einen extremen Qi-Mangel, weil ich zu wenige Nährstoffe durch mein Essen bekam.

Vielleicht interessieren dich die 5 wichtigsten Änderungen in meiner täglichen Ernährung (Video), die ich seitdem umgesetzt habe. 

Und das Spüren? 

Das habe ich mit Fernsehen, Ausgehen und viel Schlafen verdrängt

Innen drin fühlte ich schon, dass mein Leben nicht gerade erfüllt war. Und dass ich meine Fähigkeiten und Talente nicht wirklich ausschöpfte. 

Aber das konnte ich gut betäuben - mit Zucker und Fernsehen.

Wie ist das bei dir?

Ich möchte dir mit diesem wahren Einblick in mein Leben vor allem eines mitgeben:

Fange wieder an, in dich hineinzuspüren!

Es ist NICHT normal, dass du alle paar Tage Durchfall hast.

Es ist NICHT normal, dass du bei der Menstruation Schmerzmittel brauchst.

Es ist NICHT normal, dass du den ganzen Winter nicht hinausgehst, weil dir so kalt ist.

Du hast es verdient, dass es dir gut geht!

Tue jetzt etwas dafür und nimm dein Wohlbefinden in die eigenen Hände.

Zum Beispiel, indem du heute frisches Gemüse einkaufen gehst und dir etwas wirklich Gutes kochst. 

Und indem du dich fragst, wie du mehr Sinn und Erfüllung in dein Leben bringen kannst. 

Wie gut spürst du dich? Und wie sehr hast du dich schon mit deinen Beschwerden abgefunden? Ich freue mich, in den Kommentaren von dir zu lesen!

Kommentare

Oh dein Bericht klingt wie ein Ausschnitt aus meiner Pubertät und meinem heutigen Leben! :)
Ich hatte früher ganz arge 'Reizdarmbeschwerden' (so nannen es die Ärzte, die nichts organisches finden konnten) und dachte anfangs noch 'Also normal ist das nicht.'
Aber nachdem mir niemand sagen konnte, wie ich das ändern könne oder noch schlimmer, aus jeder Ecke ein anderer weiser Rat kam, fand ich mich damit ab, fühlte mich aber häufig eingeschränkt.
Heute, 10 Jahre später, spüre ich ziemlich genau, in welchem Zusammenhang meine Körper auf meine Ernährung und meine Lebensweise reagiert.
Zum Beispiel war ich die vergangenen 4 Tage verreist und habe u.a. sehr viel Brot gegessen, auch morgens. Jetzt fühle ich mich wortwörtlich richtig 'ausgetrocknet':
Meine Nasenschleimhäute sind trocken wie Papier und schmerzen, meine Haut ist trocken, ich bilde mir ein tiefere Falten zu sehen, Müdigkeit, Verstopfung, etc.
Früher hätte ich mich vielleicht gewundert (neben dem Unwohlsein), heute habe ich schon während der Tage auswärts damit gerechnet, dass ich meine ungewohnte Ernährung in ein paar Tagen spüren werde.
Bislang konnte mir nur die TCM so logisch und anschaulich verdeutlichen, was da in meinem Körper vor sich geht.
Ich bin froh das alles jetzt zu wissen, denn jetzt bin ich seit einem Dreivierteljahr Mutter und kann mich dadurch besser versorgen. :)
Liebe Grüße
Katrin

Liebe Katrin,
danke für deinen Kommentar! Schön, dass du für dich einen Ausweg aus dem Reizdarm-Dilemma gefunden hast und dich jetzt so gut spürst. Auch super für dein Baby, dem du jetzt ein gutes Vorbild sein kannst! :)
Liebe Grüße,
Katharina

Bild des Benutzers Katharina

Liebe Katharina,
das denke ich mir auch oft, ich merke keinen Unterschied ob ich das weglasse was mir eine Ärztin mit Kienesiologie ausgetestet hat oder nicht, es geht mir gleich schlecht oder gut. Eigentlich mehr schlecht als gut. DAbei esse ich seit Jahren ein warmes Frühstück, viel Gemüse und ganz wenig Schokolade. Wie auch alles was ich nicht zu mir nehmen soll wie Wein, Kaffee oder schwarzen Tee nur in Maßen.
Gruß Hans

Lieber Hans,
danke für Ihren Kommentar! Vielleicht steckt ein größeres Ungleichgewicht hinter Ihren Beschwerden. Haben Sie sich schulmedizinisch durchchecken lassen? Oder Sie probieren wirklich einmal, Wein etc. eine Zeitlang ganz wegzulassen, als eine Art Kur.
Alles Gute,
Katharina

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