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Geschrieben von am 8. Oktober 2019 - 17 Kommentar(e)
Foto einer Frau in Bluse, die ihre Arme nach oben dehnt und sich entspannt

In diesem Artikel stelle ich dir eines der am weitesten verbreiteten Syndrome der TCM vor: die Leber-Qi-Stagnation.

Du erkennst sie daran, dass das Qi, also die Energie im Körper, nicht frei fließt. Dafür ist nämlich die Leber zuständig. So entstehen Druckgefühle (typisch unter dem Rippenbogen), Verspannungen und Schmerzen. Ja, du kannst bei allen Schmerzen von einer Leber-Qi-Stagnation ausgehen. Typisch ist für solche Schmerzen, dass sie herumwandern und nicht an einer Stelle fixiert sind. Hilfreich sind da z.B. Massagen und sanfte Bewegung. Wenn die Schmerzen hingegen an einer Stelle fixiert sind und Massage nicht hilft, steckt wahrscheinlich schon eine Blut-Stagnation dahinter (entstehend aus einer lange andauernden Qi-Stagnation, dazu kommen etwa Hitze oder Feuchtigkeit). Das ist ein tiefer gehendes Ungleichgewicht und weniger leicht zu beheben als eine Qi-Stagnation.

Die typischen Symptome der Leber-Qi-Stagnation sind neben Druckgefühlen und Schmerzen:

  • Wechselnde Verdauungsbeschwerden, die besonders bei Stress schlimmer werden (z.B. einen Tag Durchfall, am nächsten Tag Verstopfung)
  • Unregelmäßige Menstruation und PMS-Beschwerden
  • Stimmungsschwankungen
  • Kopfschmerzen
  • Wetterfühligkeit
  • Kloßgefühl im Hals, häufiges Räuspern und Seufzen

Erkennst du dich da wieder?

Dann wäre der erste Ernährungstipp, mehr Gemüse zu essen und weniger Fleisch, außerdem den Alkohol eine Zeitlang ganz zu meiden. Und langsamer und in Ruhe zu essen (Protipp: Setze dich zum Essen hin und lege zwischendurch die Gabel zur Seite). Viel mehr Tipps (inklusive Nahrungsmittellisten und passende Kochrezepte) findest du in meinem Buch "Eine starke Leber durch richtige Ernährung. Mit 6-Wochen-Entgiftungsprogramm" (Kneipp-Verlag, im Buchhandel erhältlich oder als eBook direkt bei mir). 

Geschrieben von am 1. Oktober 2019 - 34 Kommentar(e)
Bild eines Notizbuches mit der Aufschrift "Candida Diet" und einigen Empfehlungen, z.B. non-starchy vegetables, healthy fats

Dieser Text ist ein Kapitel aus meinem eBook "Das ABC der Verdauungsbeschwerden"wirf hier gerne einen Blick ins Buch. Das Buch ist auch als Printbuch in Hardcover erhältlich, klicke hier zur Buchinfo und Bestellung als Printbuch.

Darin findest du weiters Infos und TCM-Tipps für die Selbstdiagnose und Ernährungstherapie von Blähungen über Bauchschmerzen bis zu Darmentzündungen (Morbus Crohn...), Durchfall, Gastritis, Leaky Gut bis zu Reizdarm, Unverträglichkeiten und Verstopfung, inklusive einfacher Kochrezepte, die du sofort anwenden kannst. Nimm es jetzt in die Hand und wende die alte Weisheit der TCM an, um deine Beschwerden endlich zu verbessern! Auch die Schulmedizin und alternative Methoden haben ihren Platz im Buch, damit du einen guten Überblick bekommst, was konkret hilft. Lies hier zu Candida...

Kapitel "Candida (Darmpilz)" aus "Das ABC der Verdauungsbeschwerden"

Jegliche Pilzerkrankung gilt in der TCM als Zeichen von pathogener Feuchtigkeit. In einer feuchten Umgebung kann alles gut wachsen, auch Pilze! So empfiehlt die TCM bei Pilzen immer, die Mitte zu stärken, also unseren Kochtopf bzw. Milz-Qi und den Magen, damit keine neue Feuchtigkeit entsteht und die schon vorhandene langsam verdampfen kann (siehe "Verdauung nach TCM", das Kapitel im Buch, für mehr Tipps dazu).

In der Schulmedizin geht man davon aus, dass jeder Mensch Candida albicans, also Hefepilze, in seinem Darm hat und davon noch lange nicht krank wird. Ein echtes Risiko durch Candida besteht für die Schulmedizin nur bei schweren Krankheiten wie Aids oder bei der Behandlung mit Chemotherapie. Andererseits gibt es schon ÄrztInnen, die sehr wohl das Candida-Syndrom anerkennen, wir werden sehen, was sich in den nächsten Jahren ergibt! In der Naturheilkunde wird Candida schon lange als real existierendes Problem für einen gesunden Darm und einen gesunden Körper gesehen und eine Behandlung empfohlen. Hier gibt es dann vereinzelt auch die Überreaktion in die andere Richtung: ein Darmpilz sei sehr gefährlich und könne schwere Krankheiten auslösen.

Praxistipp: Stuhlproben sind nicht zuverlässig, was den Nachweis von Candida betrifft. Die Pilze können in einer Stuhlprobe drin sein, in der nächsten nicht, sie verteilen sich zufällig im Stuhl. Abstriche aus Mund und Vagina ebenso wie Blutuntersuchungen zur Antikörperbestimmung können helfen, ein eindeutiges Ergebnis zu bekommen, sind aber auch nicht zu 100 % verlässlich. Suche dir einen guten Arzt/Ärztin oder HeilpraktikerIn, um eine ordentliche Betreuung bei dieser Prozedur zu haben. Was du zuhause probieren kannst, ist 2 Wochen eine Anti-Pilz-Diät zu machen (siehe unten), dann solltest du eine Besserung deiner Symptome merken, wenn du wirklich einen Darmpilz hast.

Geschrieben von am 24. September 2019 - 8 Kommentar(e)
Foto von zwei Händen, die ein Herz formen

Sprechen wir mal ausnahmsweise nicht über Ernährung. Diese ist zwar sehr wichtig für unser Wohlbefinden, aber weißt du, was meiner Meinung nach noch wichtiger ist? Dass wir ein erfülltes und zufriedenes Leben führen. Und dass wir uns selbst so akzeptieren und gerne haben, wie wir sind. Oder kannst du glücklich sein, wenn du dich selber nicht gerne hast?

Hier sind 2 Fragen, die im wahrsten Sinne des Wortes dein Leben verändern können und deine Gesundheit und dein Glück . Mein Leben haben sie definitiv verändert!

Ich stelle sie mir jeden Abend vor dem Einschlafen (schon ganz automatisch, durch das tägliche Wiederholen muss ich nicht mehr bewusst daran denken):

  • Was war heute schön?
  • Worauf bin ich heute stolz?

Es sind eigentlich ganz einfache Fragen, oder? Aber sie sind sehr mächtig. Sie lenken unser Bewusstsein nämlich dahin, was gut läuft in unserem Leben. Wofür wir dankbar sein können. Und schon fühlen wir uns besser.

Geschrieben von am 17. September 2019 - 2 Kommentar(e)

Ab und zu Durchfall zu haben, ist nicht schlimm. Aber wenn er chronisch wird, also über Monate hinweg immer wieder auftritt, dann zeigt das ein deutliches Ungleichgewicht in deinem Körper. Nach TCM spricht man von einem Milz-Qi-Mangel mit Feuchtigkeit. 

Geschrieben von am 3. September 2019 - 19 Kommentar(e)
Foto von Karotten und Roten Rüben auf einem Brett aufgeschnitten

Wie hast du den Sommer verbracht? Ich hoffe, es geht dir richtig gut und du hast Wärme und Sonnenenergie für die kühlen Zeiten gespeichert, die bald auf uns zukommen. 

Falls du an den heißen Sommertagen viel Eiscreme und Rohkost gegessen hast und kalte Getränke getrunken hast, ist es jetzt wieder höchste Zeit, das zu ändern. Und so kommen wir gleich zum ersten Tipp dieses Artikels für die richtige Ernährung im Herbst.

1. Iss wieder regelmäßig ein gekochtes Frühstück und am besten auch ein warmes Mittagessen und Abendessen.

Die stark kühlenden Nahrungsmittel und Getränke wie Gurken- und Tomatensalat, Jogurt, Smoothies, Mineralwasser, Pfefferminztee und Eiscreme solltest du jetzt schön langsam reduzieren. Sie kühlen dein Verdauungsfeuer und erzeugen pathogene Feuchtigkeit, wenn wir sie im Übermaß essen. Durch ihre stark abkühlende Wirkung gehören sie eindeutig in den heißen Sommer. 

Fange deshalb wieder an, mehr zu kochen! Besonders das gekochte Frühstück stärkt die Verdauung und baut das Immunsystem auf, also unsere Abwehrkraft vor Viren und Bakterien. Hier findest du 3 köstliche Frühstücksrezepte nach TCM.

Geschrieben von am 16. Juli 2019 - 10 Kommentar(e)
Foto von geschichteter Aubergine und Tomate als Ratatouille

Welche der folgenden Gemüsesorten ist dein Lieblingsgemüse?
Ich schwanke zwischen Aubergine und Tomate, mag aber alle fünf gerne. Unter anderem deshalb, weil ich nicht gerne lange am Herd stehe, schon gar nicht bei Sommerhitze. ;)
Das Beste an den folgenden Gemüsearten ist nämlich, dass sie sehr schnell zu kochen sind (ein paar Minuten in die Pfanne) und natürlich super schmecken - und sie haben jetzt Saison! Sie stärken alle unsere wertvollen Körpersäfte, was besonders bei trockener Haut, trockenen Schleimhäuten und trockenem Stuhl günstig ist. Und sie helfen uns, durch das sommerliche Schwitzen nicht auszutrocknen.

Geschrieben von am 8. Juli 2019 - 7 Kommentar(e)

Zur Einstimmung auf den 5-Elemente-Online-Workshop habe ich 5 Live-Videos auf Facebook und Instagram gemacht, jeweils einem Element gewidmet, sozusagen 5-Elemente-Spotlights. Die Aufzeichnungen findest du hier.

Zur Info: Der Workshop ist nicht mehr erhältlich!

Geschrieben von am 2. Juli 2019 - 0 Kommentar(e)
Foto von Ofen-Melanzani (Auberginen) auf Tomaten-Couscous

"Bei der Hitze esse ich nur Wassermelone, Jogurt und Salat. Zum Kochen ist es mir zu heiß!"

Nachrichten wie diese bekomme ich zur Zeit öfters, was ja auch kein Wunder ist bei den Hitzewellen, die gerade durch Europa ziehen.

Dennoch möchte ich dir ans Herz legen, zumindest ein bis zwei gekochte Mahlzeiten am Tag zu essen, auch bei der Hitze.

Warum? Weil die Verdauung nach TCM mit Wärme funktioniert. Und um das Verdauungsfeuer am Brennen zu halten, brauchen wir nun mal gekochte Mahlzeiten. Ansonsten sammelt sich nach TCM irgendwann Feuchtigkeit/Schleim an und wir bekommen Blähungen und andere Verdauungsprobleme. Kurzfristig kann der Körper das schon wegstecken, wenn wir aber den ganzen Sommer fast nur Kaltes essen, leidet auch unser Qi und unser Immunsystem darunter, was wir im Herbst mit Erkältungen und Erschöpfung (Qi-Mangel) bemerken. Und im Winter durch kalte Füße und Frieren.

Geschrieben von am 25. Juni 2019 - 14 Kommentar(e)
Foto von einer Hand auf einem rauen Baumstamm - eine Metapher für die trockene, juckende Haut bei Neurodermitis

In meinem Onlineprogramm "Trust your Body" erlebe ich immer wieder großen Frust bei den TeilnehmerInnen. In unseren Frage-Antwort-Webinaren ähneln sich die Geschichten:

„Jetzt esse ich seit 2 Monaten wirklich diszipliniert und brav nach den TCM-Regeln und trotzdem ist meine Haut so schlecht wie noch nie. Wie gibt es das?“

Zum Glück sind auch immer solche KursteilnehmerInnen dabei, die schon mehrere Monate dabei sind und von Erfolgen berichten können. Diese stellen sich nämlich in fast jedem Fall ein (zu dem „fast“ komme ich gleich…), wenn, ja wenn, man einfach dran bleibt! Und dafür ist die Unterstützung in der Gruppe in den Webinaren sehr hilfreich, das erlebe ich immer wieder. Durch die Erfolgsgeschichten jener, die schon länger dabei sind, bleibt man motiviert und weiß, dass nichts falsch läuft.

Und ich kenne das ja auch von mir selber - bei mir hat es ca. 1 Jahr lang gedauert, bis die Haut wirklich stabil besser war, und auch danach kamen noch so einige Rückfälle. Diese werden aber mit der Zeit seltener und harmloser, bis eines Tages nur noch ein sanftes Jucken übrigbleibt, wenn man wiedermal zu scharf gegessen hat oder viel Stress hat (in dem Stadium bin ich inzwischen). 

Es ist ganz normal, dass die Haut zu Beginn sogar schlechter wird. Und „Beginn“ meint eben nicht nur die ersten Tage, sondern kann auch ein paar Monate umfassen. Das ist individuell sehr unterschiedlich!

Geschrieben von am 18. Juni 2019 - 18 Kommentar(e)
Foto von einem Obstsalat (Quelle: pixabay)

Hast du auch schon mal versucht, möglichst viele Vitamine und Mineralstoffe in deinem Frühstück unterzubringen?

Ein paar Chiasamen hier dazu, etwas Leinöl, ein bisschen Erdmandelmehl zu den Haferflocken, auf die Gojibeeren nicht zu vergessen und auch noch 2 Obstsorten wegen der Vitamine. Halt, die Leinsamen fehlen noch! Und zu Mittag dann ein großer Salat mit viel frischem Gemüse und wiederum 3 Samenarten, vielleicht noch gekeimtes Brot dazu.

Falls du das von dir kennst, so bist du damit sicher nicht alleine. Das ist einfach das, was wir in unserer westlichen Gesellschaft über Ernährung lernen: Es sollten vor allem ausreichend gute Nährstoffe drin sein, dann ist das Essen auch gesund für uns. Je mehr, desto besser.

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