Was Ihr Neurodermitis-Kind nach TCM nicht essen sollte

Hirse, Polenta und Reis sind gut bei Neurodermitis
Wollen Sie Ihrem Kind helfen, seine Neurodermitis in den Griff zu bekommen? 
Ich war selber ein Neurodermitis-Kind und wünschte, meine Eltern hätten diese Ernährungstipps der TCM gekannt! Dann wäre ich wohl nicht mit Kuchen, Kakao und Wurstbroten aufgewachsen, was meine Haut sicher verschlimmert hat.

Feuchtigkeit und Hitze sind nach TCM bei jeder Neurodermitis im Übermaß vorhanden (Ursachen der Neurodermitis).

Meiden Sie alles, was Feuchtigkeit und Hitze auslöst bzw. verstärkt:

  • Weizen
  • Kuhmilch
  • Käse
  • Jogurt
  • Zucker
  • geschwefelte Trockenfrüchte
  • gegrilltes, frittiertes oder scharf angebratenes Fleisch
  • Wurst
  • Weißmehl und Weißmehlprodukte
  • Kakao

Meiden Sie alles, was hohes allergenes Potenzial hat:

  • Erdbeeren
  • Walnüsse, Haselnüsse
  • Zitrusfrüchte
  • Soja
  • Tomaten
  • Milchprodukte
  • Fisch
Sie können auch verschiedene Labortests machen, um mögliche Allergien bzw. Unverträglichkeiten herauszufinden (Infos bei Ihrem Hausarzt).

Nach TCM können folgende Nahrungsmittel Hauterkrankungen verschlechtern:

  • Rindfleisch
  • Gänsefleisch
  • Pfirsich
  • Fisch (außer Karpfen)
  • Meeresfrüchte
Je nach dem Zustand der Haut und dem Alter Ihres Kindes kann auch eine Reiskur unterstützend wirken. 
 
Bitte stöbern Sie auch in meinen Rezepten - diese sind nach TCM fast alle für NeurodermitikerInnen geeignet!
 

Kommentare

Liebe Katharina, mein Sohn, 8 Monate alt, leidet an Neurodermitis. Ich habe verschiedenste natürliche Mittel und Heilmethoden probiert, bis ich schließlich Cortisonsalbe verwenden musste, da die Haut an vielen Stellen stark nässte. Die Haut erholte sich schnell, er konnte endlich schlafen und auch in der motorischen Entwicklung tat sich plötzlich viel. Seit ich das Cortison reduziert bzw. mittlerweile abgesetzt habe, hat sich das Hautbild enorm verschlechtert und er leidet an Juckreiz wie zuvor. Meine Frage wäre nun, in wie weit sich meine Ernährung auf die Muttermilch auswirkt. Ich verzichte bisher auf Kuhmilchprodukte außer auf Schlagobers, Weizenprodukte esse ich in Form von Nudeln und gelegentlich Gebäck, ansonsten verwende ich Dinkel zum Kochen und Backen. Macht es Sinn wegen des Stillens meine Ernährung komplett auf Neurodermitikerernährung umzustellen? Wäre es ratsam, selbst die Reiskur zu machen? Ist eine Bioresonanzbehandlung ergänzend empfehlenswert? Hat die TCM auch Empfehlungen zur Hautpflege. Für ihren Rat zum Umgang mit Neurodermitisbabys wäre ich unendlich dankbar! Mit freundlichen Grüßen, Sandra

Liebe Sandra,
danke für deinen Kommentar!
Ja, das Cortison ist leider nur kurzfristig wirksam und hat Nebenwirkungen, weshalb ich es wirklich für Notfälle aufheben würde. Mit 8 Monaten isst dein Sohn wahrscheinlich schon Beikost, oder? Da ist es gut, wenn du von Anfang an die TCM-Tipps beachtest, wie sie im Artikel oben stehen (und allgemein gekochtes Frühstück, Brot möglichst reduzieren, gekochte Mahlzeiten, weniger Rohkost, Wasser trinken, keine Säfte...). Du kannst schon auch versuchen, selber noch mehr deine Ernährung anzupassen, da es schon sein kann, dass er über die Muttermilch etwas bekommt, was er nicht verträgt. Das hilft nicht immer, ist aber auf jeden Fall einen Versuch wert (auch wichtig: z.B. keine scharfen Gewürze, nichts Saures). Eine Reiskur brauchst du aber nicht zu machen (außer du hast Lust dazu ;) ). Bioresonanz kann helfen, wenn du daneben dauerhaft auf eine gute Ernährung achtest. Ebenso kann Homöopathie oder chinesische Kräutertherapie hilfreich sein, höre dabei auf dein Bauchgefühl, was du ausprobieren willst. Dann bleibe bei einer Methode mindestens einige Monate, zu häufiges Wechseln der Methoden ist wiederum kontraproduktiv, da der Körper immer Zeit braucht, auf etwas zu reagieren. Auf jeden Fall möchte ich dir empfehlen, eine alternative Methode für euch zu finden, da eben das Cortison (ebenso Elidel und Protopic und Antihistaminika) auf Dauer schwere Nebenwirkungen haben. Und gerade Babys und kleine Kinder reagieren noch sehr gut auf ganzheitliche Methoden, da sie noch nicht so vielen Einflüssen ausgesetzt waren wie wir Erwachsene.
Zur Hautpflege: weniger ist mehr, ich würde nicht jeden Tag schmieren, auch wenn die HautärztInnen das empfehlen. Und keine Cremen auf Paraffin-Basis, sondern möglichst naturbelassen. Es gibt auch TCM-Kräutercremen, da kannst du einen TCM-Arzt/Ärztin danach fragen.
Liebe Grüße und alles Gute,
Katharina

Liebe Katharina,

ich schätze diese Tipps hier lassen sich auf alle Hitze-Probleme, die die Haut betreffen, übertragen oder? Sprich Akne, Rosaceae, etc.
Ich hätte da nämlich eine Frage zum Kakao. Du meinst wahrscheinlich den Kakao der tatsächlich mit Kuhmilch zubereitet wird oder, nicht das Pulver selbst?
Von der Thermik her ist er ja warm, als Akne Patientin müsste man sich da vielleicht ein wenig zurückhalten, wenn man aber ab und an Kakao mit pflanzlicher Milch zubereitet wäre das in Ordnung oder würdest du dennoch eher davon abraten? Da muss wahrscheinlich auch jeder individuell beobachten wie die Haut darauf reagiert, nicht wahr.
Ich persönlich finde Kardamom als Gewürz auch ganz toll, traue mich aber wegen seiner warmen Thermik auch nicht wirklich daran, kannst du das bei Akne dennoch empfehlen?
Vielen Dank und liebe Grüße!

Liebe Alina,
danke für deinen Kommentar! Ja, die Neurodermitis-Tipps kannst du auf alle Hautprobleme übertragen, die mit Rötungen und Entzündungen zusammenhängen. Das Pulver Kakao selbst ist ebenso ungünstig, da stark wärmend, wie das Getränk mit Kuhmilch, die als stark befeuchtend gilt und wo meist noch Zucker (befeuchtend) dabei ist. Als Ersatz empfehle ich Carob, das Pulver vom Johannisbrotbaum, erhältlich im Bioladen. Carob ist thermisch neutral und natursüß, es ist also kein Zucker zugesetzt. Wenn ich Lust auf Kakao habe, mische ich Carob mit Hafer- oder Reisdrink. Es passiert auch nichts, wenn du ab und zu Kakaopulver verwendest, so wie du schreibst, hängt es von deiner individuellen Konstitution ab. Bei viel innerer Hitze würde ich ihn aber eher meiden.
Kardamom in Maßen verwendet ist aus meiner Erfahrung ok, weil es zwar wärmend ist, aber nur mäßig.
Liebe Grüße,
Katharina

Hallo, meine Tochter ist 26 Jahre alt und hat bei den Fingerspitzen und im Gesicht starken Hautausschlag. Ein Hautarzt hat neurodermitis diagnostiziert.
Sie badet gerne heiß, isst gerne Speck, trinkt gerne gezuckerte Getränke und raucht.
Sind das Gewohnheiten die diese Krankheit fördert?
Sie hat auch schon alle möglichen Salben ausprobiert.
Was würden Sie ihr raten

Lieber Peter,
danke für Ihren Kommentar!
Ich kann mir vorstellen, dass Sie sich Sorgen um Ihre Tochter machen. Mit 26 ist sie erwachsen und muss selber die Verantwortung für sich übernehmen, das kann ihr niemand abnehmen. Dass Rauchen und gezuckerte Getränke nicht günstig für Neurodermitis sind (und für keine andere Krankheit) versteht sich wahrscheinlich eh von selbst. Wenn sie Interesse an der TCM-Ernährung hat, könnten Sie ihr ja den Link zu meinem Blog geben.
Ich habe übrigens selbst erst mit Anfang 30 damit angefangen, auf meine Ernährung zu achten, obwohl meine Mutter oft zu mir gesagt hat, dass die viele Schokolade sicher nicht gut für mich ist. :)
Liebe Grüße,
Katharina

Hallo Katharina
bitte um deien Empfehlung zum schwierigen Thema Brot:
Wenn schon Brot was ist besser, Glutenfreies (meist industriell hergestellt) Brot der selbstgebackenes Bio-Dinkelbrot?

Danke !

Daniel

Lieber Daniel,
danke für deinen Kommentar!
Ich würde das selbst gebackene Dinkelbrot bevorzugen, da das glutenfreie Brot so wenig natürlich ist (eben Industriekost mit viel Chemie). Häufig ist Sauerteigbrot bekömmlicher als Hefebrot, das muss man ausprobieren.
Tipp: Das Brot nicht ganz frisch essen, sondern etwas abgelegen, dann wird es bekömmlicher (oder toasten).
Liebe Grüße,
Katharina

Liebe Katharina,
erstmal herzlichen Dank für die wertvollen Informationen, die Du uns hier gibst! Ich habe da mal eine Frage, wie aus TCM-Sicht zu beurteilen ist, wenn ein 6 Monate alter Säugling, der ausschließlich gestillt wird bisher Neurodermitis hat (seit 2 Monaten ca.). Dazu hab ich leider auf Deiner Seite nichts gefunden. Hautarzt und antroposophischer Kinderarzt, verschrieben nur Cortison und andere Salben, die nicht wirklich halfen und es anschließend eher verschlimmerten. Der Kleine hat auch Milchschorf auf dem Kopf und eben stark juckende auch gerötete teils nässende und momentan wieder blutig gekratzte Stellen besonders in Gesicht, Kopf und an Armen und Beinen.
Er leidet seit Geburt unter einer Verengung des oberen Harnleiters, glücklicherweise ohne daß es zu einem Rückstau zur Niere hin kommt, laut aktueller Untersuchung. Der arme Kleine hatte gerade eine bakterielle Nierenbeckenentzündung, die im Krankenhaus antibiotisch behandelt wurde und wurde eingehend untersucht (wobei er weitere Medikamente, wie ein Kontrastmittel und eine Betäubung bekam). Ich vermute der akute NDSchub wurde durch die Medikamente ausgelöst. (Die Mama hatte übrigens auch schon mehrfach Nierenbeckenentzündung und während der Geburt eine Nierenstauung.) Was könnte die stillende Mama aus TCM-Sicht tun bzw. essen um seine Beschwerden zu lindern? Und wie weit wirkt sich ihre Ernährung auf seine Neurodermitis aus? Ich wäre Dir sehr dankbar, wenn Du mir Deine Meinung dazu sagen könntest!
Herzliche Grüße und schöne Feiertage
Sahra

Liebe Sahra,
danke für deinen Kommentar!
Aus TCM-Sicht kommt die Neurodermitis bei Säuglingen oft durch eine Belastung in der Schwangerschaft, z.B. durch Medikamente oder andere Probleme der Mutter. Und durch eine erbliche Veranlagung.
Ich kann mir vorstellen, dass diese Situation für die Familie sehr belastend ist (es ist nicht dein Kind, oder?). Ich würde weiterhin versuchen, einen guten AlternativmedizinerIn zu finden, z.B. auch einen TCM-ÄrtzIn. Die Cremen und das Cortison behandeln nur die Symptome, aber nicht die Ursache. Und haben leider Nebenwirkungen.
Von der Ernährung her könnte die Mutter versuchen, belastende Nahrungsmittel/Getränke wegzulassen, wie z.B. scharfe Gewürze, Saures (Mandarinen, Orangensaft...) und Kuhmilch und Kaffee. Es gibt allerdings keine Garantie, dass es hilft - bei manchen bringt es etwas, bei anderen nicht.
Liebe Grüße und alles Gute für die Betroffenen,
Katharina

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