Vorsicht mit scharfem Essen

Foto von Chilischoten

Die thermische Wirkung von scharfem Essen ist für jeden nachzuvollziehbar, der schon einmal ein scharfes Gulasch oder Chili con Carne gegessen hat - es wird einem heiß. Das liegt an den scharfen Gewürzen: Chili, Knoblauch, Pfeffer (besonders Cayennepfeffer), Peperoni, Kren, Zwiebeln wirken stark erhitzend auf den Körper. (Details mit Video dazu)

Dadurch werden Symptome verstärkt, die auf innere Hitze hindeuten. Dazu gehören:

  • Neurodermitis
  • Psoriasis
  • Akne
  • rotes Gesicht
  • Einschlafprobleme
  • Nachtschweiß, viel Tagesschweiß
  • starke Hitzegefühle
  • cholerisches Verhalten
  • innere Unruhe
  • Sodbrennen, Gastritis
  • Verstopfung

Außerdem werden durch die Hitze das Blut und die Säfte in Mitleidenschaft gezogen, ungefähr so, wie wenn die Sonne eine Regenlacke trocknet. Folgende Symptome deuten auf Trockenheit bzw. Blutmangel hin:

  • trockene Haut und Schleimhäute
  • trockener Stuhl
  • trockene Augen, Lichtempfindlichkeit
  • Schlafprobleme
  • innere Unruhe
  • starke Abgeschlagenheit
  • brüchige Fingernägel

Wenn du bei dir eines oder mehrere der oben genannten Symptome feststellst, lasse das scharfe Essen am besten eine Zeit lang ganz weg und beobachte dabei, ob die Symptome besser werden.

Speziell bei Neurodermitis ist es empfehlenswert, strikt alle scharfen Gewürze zu meiden, am besten für immer.

Folgende Gewürze kannst du verwenden, um das Essen gschmackiger zu machen:
Koriander (gemahlen oder im Ganzen zum selber mörsern), Kreuzkümmel (Cumin), Kurkuma, Kräuter der Provence, Basilikum, Kardamon, Schnittlauch, Liebstöckl etc.

Wann ist scharfes Essen empfehlenswert?

Wenn Nahrungsmittel eine so ausgeprägte thermische Wirkung haben wie scharfe Gewürze, sollten sie prinzipiell nur selten verwendet werden. Für den Körper ist alles Extreme schwer zu verarbeiten, das gilt für stark Erhitzendes genauso wie stark Kühlendes (z.B. Eiscreme).

Scharf zu essen ist vor allem im Winter empfehlenswert, wenn es sehr kalt draußen ist und man innerlich friert und sich aufwärmen will. Man kann auch eine Verkühlung damit vertreiben, wenn man gleich zu Beginn etwas Scharfes isst oder trinkt (Ingwertee), sich dann ins Bett legt und schwitzt.

Verwende scharfes Essen also nur als Akutmittel und nicht regelmäßig, sonst leiden irgendwann deine Säfte und dein Blut darunter.

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Kommentare

LEINÖL gesund und sogar Krebsfördernd?

Hallo Frau Zieglebauer,
Ich war letztens, am 9. November 2019, bei einem Symposium bzgl Welt-Psoriraris Tag in Bonn. Vertreten waren alle von Uni-Kliniken bis hinzu Homöopathie und SportErnäherungsWissenschaftlerInnen.
Das letztere behauptet, es gibt keine wissenschaftliche Studie, die besagt das eine gesunde Ernährung Psoriraris heilt oder direkt Einfluss hat, aber generell gesundes und vorwiegend basische Lebensmittel unserm Körper Gut tut.
Was mich erstaunt hat, war eine Aussage von der Sport-Ernährungswissenschaftlerin, dass jetzt festgestellt wurde das Leinöl schädlich und sogar Krebsfördern wäre. Generell sollte man Leinöl schnell verzehren und beim Aufmachen im Kühlschrank lagern.
Bei längerem stehen entwickelt sich etwas im Leinöl, was schädigend sei und nicht mehr entzündungshemmend.
Sie empfahl für kaltes Essen OLIVENÖL und warme Speisen RAPSÖL zu verwenden.
WICHTIGE Frage: Auf mehreren Web-Seiten steht unter Öl als gesund und Entzündungshemmend für LEINÖL.
Bitte Recherchieren und können Sie mir bitte eine klare Aussage geben was jetzt stimmt, Leinöl gesund oder nicht?
Aktualisieren sie ihre Webseite wenn die neuen Forschungsergebnisse mit Leinöl negativ wäre für Psorirais Menschen und generelll?

Auch Kurkuma wurde besprochen, hier gab es keine Langezeitstudien die belegen ob es gut für Psoriraris Menschen wäre.

Ich würde mich freuen eine Zeitnahe Rückmeldung von Ihnen zu erhalten.

Danke und MfG
Bircan

Lieber Bircan,
danke für Ihren Kommentar!
Ich bin keine Wissenschaftlerin, sondern Ernährungsberaterin nach TCM. Nach der TCM und meinen zusätzlichen Recherchen ist Leinöl empfehlenswert, wobei es individuell unterschiedlich ist, wie man es verdauen kann (so wie bei allem, weshalb in der TCM-Ernährung viel Wert auf das Stärken der Verdauungskraft gelegt wird). Zu Rapsöl hingegen habe ich viele kritische Stimmen gefunden. Die Sache mit Studien ist die, dass es viele davon gibt, die sich oft widersprechen, und man auch aufpassen muss, wer diese Studien in Auftrag gegeben hat (und wie das das Ergebnis beeinflusst). In meinem Blog geht es um die Traditionelle Chinesische Medizin und mein Blog ist nicht dafür da, die aktuellen Studien zu referieren. Dazu gibt es andere Seiten.
Liebe Grüße,
Katharina

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Hallo,
ein freund von mir spürt die schärfe im essen nicht mehr, er aß eine pepperoni und die musste übelst scharf sein, für ihn war es aber nicht scharf. Er spürte nichts! Ist das etwas schlimmes?
LG

Liebe Nasti,
danke für deinen Kommentar!
Es ist auf jeden Fall ungewöhnlich, dass er die Schärfe nicht spürt, aber ob es etwas Schlimmes ist, weiß ich nicht. Stört es ihn bzw. hat er andere Beschwerden? Dann könnte eine Beratung bei einem TCM-Arzt/Ärztin oder TCM-ErnährungsberaterIn hilfreich sein.
Liebe Grüße,
Katharina

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Hallo,
ich bin Neuling in der TCM-Ernährung, aber ich traue mich jetzt endlich drüber und hab auch das Gefühl, das Grundprinzip vage zu verstehen. Dein Blog ist mir viel Hilfe in der praktischen Umsetzung. :)
Nach allem was ich bisher weiß habe könnte ich eine Lber-Qi-Stagnation haben, einen Blutmangel und eine grundsätzliche Tendenz zur Kälte, aber nichts davon sehr kritisch. Was aber definitiv da ist ist pathologische Feuchtigkeit, und da setze ich jetzt auch zuerst mal an. Ich hab schon mitbekommen, dass ich am Besten einfach mal viele Sachen esse die die Mitte stärken und Feuchtigkeit ausleiten.

Was mich aber immer wieder verwirrt ist die Sache mit dem scharfen Essen - es trocknet Feuchtigkeit aus und wärmt, aber andererseits scheint einer der häufigsten Tipps zu sein, nicht scharf zu essen.
Aber abgesehen von den offensichtlichen Sachen (Zwiebel, Pfeffer, Chilli) finde ich es oft schwer, "scharf" zu unterscheiden (besonders von "heiß"), selbst mit TCM-Tabellen. Und insbesondere ob ich das nun weglassen sollte oder nicht.
Eigentlich habe ich nie besonders scharf gegessen, weil es mich sonst einfach im Mund schmerzt. Ein wenig Pfeffer in den Topf ist okay, aber am Besten ist im Essen dann gar keine wahrnehmbare Schärfe da. Aber auf Zimt und Nelken fahre ich total ab, das gibts auch immer in meinen Frühstücksbrei.

Ich bin jetzt unsicher, wie ich das mit dem "scharf" halten sollte. Und vor allem welche Gewürze da drunter fallen.
Kannst du mir da einen Tipp geben?
Alles Liebe, Marisol

Liebe Marisol,
danke für deinen Kommentar!
Ja, das kann verwirrend sein, das verstehe ich. Bittere Gewürze, Getränke und Nahrungsmittel wirken trocknend und sind damit bei Feuchtigkeit empfehlenswert. Zu viel davon führt allerdings möglicherweise zu Blutmangel und Säftemangel (innere Trockenheit). Scharfe, erhitzende Zutaten (das sind besonders die scharfen Gewürze, Knoblauch, Ingwer, sowie scharfer Alkohol) wirken erhitzend. Das hilft bei innerer Kälte und ein bisschen auch bei Feuchtigkeit. Das Problem ist, dass viele Menschen auch innere Hitze haben, und dann wird es schon heikel mit den scharfen Gewürzen. Und auch sie führen im Übermaß zu Blut- und Säftemangel, da Hitze das Blut und die Säfte "verbrennt". Scharfe kühlende Nahrungsmittel wie Radieschen und Pfefferminztee hingegen können auch bei Hitze genommen werden. Der scharfe Geschmack wirkt vor allem das Qi bewegend.
Zimt gilt als süß und erhitzend. Wenn du Blutmangel hast und Kälte, würde ich alle erhitzenden Gewürze (egal welcher Geschmack) sehr vorsichtig nehmen, eben wegen des Blutmangels. Am besten in der Mitte bleiben, sanft kühlend, neutral und sanft wärmend essen, damit deckst du alles ab. Siehe auch hier: https://www.ernaehrungsberatung-wien.at/blog/gemuese-kuehlt-fleisch-waer...
Liebe Grüße,
Katharina

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Nachtrag: Ich meine oben, dass mir die Unterscheidung zwischen "bitter" und "scharf" bzw Metall und Feuer schwer fällt. Da bin ich mit den Begriffen durcheinandergekommen ;)

Nachtrag: Hier noch Infos zum bitteren Geschmack: https://www.ernaehrungsberatung-wien.at/blog/der-bittere-geschmack-der-t...

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Ich vertrage überhaupt fast gar keine Gewürze, schade, weil ich eine Salicylatunverträglichkeit haben, bin gleichzeitig aber ein Nieren-Yang-Mangel-Typ und habe immer zu kalt. Ich versuche zur Zeit keine Rohkost und mehr Wärmendes zu essen. Die Knie- und Nackenschmerzen haben sich bereits gebessert. Danke für die Infos!

Liebe Kess,
danke für deinen Kommentar! Schön, dass du schon die gute Wirkung des warmen Essens merkst.
Liebe Grüße,
Katharina

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