Stechen und Zwicken - Rezepte bei Magenschmerzen

Kuzu - ein Bindemittel aus Japan

Wenn der Magen weh tut, und das vielleicht auch noch chronisch, dann kann das die Lebensqualität sehr beeinträchtigen. Die TCM führt solche Beschwerden unter anderem auf einen zu trockenen und/oder zu heißen Magen zurück. Die Behandlung besteht also darin, den Magen zu befeuchten und zu kühlen.

Natürlich gibt es auch andere Ursachen, weshalb eine individuelle Abklärung beim TCM-Arzt oder bei der Ernährungsberatung nach TCM empfehlenswert ist (mein Angebot).

Hinweise darauf, dass es sich um eine Magenhitze oder -trockenheit handelt, sind unter anderem:

  • viel Durst auf kalte Getränke
  • sehr rote Lippen
  • trockene Lippen
  • ständiges Hungergefühl/Heißhunger
  • trockene Schleimhäute
  • Gastritis
  • Sodbrennen, Reflux, Schluckauf
  • Zahnfleischbluten
  • Aphten

Ursachen dafür können sein: Rauchen, Stress, scharfes Essen, viel Fleisch, schnell essen, ständig essen etc.

Was hilft: Kompotte, Gemüsesuppen, Eintöpfe mit viel Gemüse, Breie.

Rezepte:

Congee:

Mindestens 2 Stunden gekochter Vollkornreis (bei schwacher Verdauung auch weißer Reis), ergibt eine Reissuppe oder einen Brei, der süß oder pikant gegessen werden kann. Durch die Zubereitung kleidet der Reisschleim den Magen aus und befeuchtet ihn dadurch, was die Schmerzen mit der Zeit lindert. Sehr empfehlenswert als Frühstück, zum Beispiel mit Rosinen und Apfelkompott, gut vorzukochen.

Kuzu:

Dieses Bindemittel aus Japan (aus einer Kletterpflanze) schaut aus wie weiße Kreidestücke und ist in Reformhäusern/Biosupermärkten erhältlich. Es kann verwendet werden, um Kompotte, Suppen und Breie anzudicken. Zuerst ca. 1 TL in wenig kaltem Wasser anrühren, dann zum kochenden Gericht dazugeben und kurz aufwallen lassen, rühren, bis es angedickt ist. Oder auch mit etwas Birnen- oder Apfelsaft und/oder Wasser aufkochen und trinken. Kann täglich verwendet werden.

Nachtrag:  Wegen der atomaren Verstrahlung nach der Katastrophe von Fukushima empfehle ich, unbedingt auf die Herkunft des Kuzu zu achten. Neben japanischem Kuzu gibt es auch amerikanischen. Und Bio-Qualität gibt auch für japanische Produkte eine gewisse Garantie für kontrollierte Qualität, z.B. von Naturgarten. Danke an meine Newsletter-LeserInnen, die mich darauf aufmerksam gemacht haben.

Wirkung: Befeuchtet und kühlt den Magen. Begünstigt eine gute Darmflora.

Milch und Jogurt sind Mittel, die nur bei akuten Schmerzen angewandt werden. Sie werden löffelchenweise über den Tag verteilt und gut eingespeichelt gegessen. Sie kühlen stark (besonders Jogurt) und wirken sehr befeuchtend. Wegen dieser starken Wirkung sollten sie in der täglichen Ernährung nur ab und zu genossen werden, da sie sonst zu verschleimend und abkühlend wirken können. Dasselbe gilt für Bananen und Wassermelone (als Saft), die ebenfalls helfen können.

Was sind deine Geheimtipps für einen nervösen Magen? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Kommentare

Guten abend habe eine frage ich bin diese zeite gekommen intressiert mich sehr ich hatte 2013..139kg nahm gut ab Sept 2015..wahr 65kg jetz diese kurze Zeit habe ich 7kg mehr bin frustiert traurig ..möchte abnehmen ziehl 60/62kg zu haben ..habe ständig heisshunger esse viel schnell habe auch viel Sodbrennen ch hoffe es können Sie mir helfen lg I.neziri

Liebe Iris,
danke für Ihren Kommentar! Ja, das viele und schnelle Essen ist möglicherweise ein Zeichen für Magenhitze, das Sodbrennen sicher. Vielleicht können Sie probieren, eine Zeitlang jeden Tag Gemüsesuppen (ohne Lauch und Zwiebel) und Apfel- und Birnenkompott zu essen. Diese kühlen den Magen. Tipps zum Abnehmen nach TCM finden Sie hier: http://www.ernaehrungsberatung-wien.at/blog/gesund-abnehmen-mit-tcm-erna...
Alles Gute,
Katharina

Bild des Benutzers Katharina

Hallo. Wollte mal fragen ob man das kuzu immer aufkochen muss, um es zu essen oder zu trinken? Ich löse es in kaltem Wasser auf und trinke es. Hat es dann weniger oder gar keine Wirkung??
Lieben gruss claudia

Liebe Claudia,
danke für die Frage, auf die ich auch keine genaue Antwort weiß! Meistens wird das kurze Aufkochen empfohlen (und so handhabe ich es auch), aber ich habe das Gegenteil auch schon gelesen. Ich denke, es geht beides.
Liebe Grüße,
Katharina

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