Schlafprobleme? 10 Tipps für besseren Schlaf nach TCM

Foto einer Frau, die wach im Bett liegt, davor der Wecker auf 3.30 Uhr

Wie gut schläfst du?

Der Schlaf ist nach TCM sehr wichtig für die Gesundheit. Und ein dauerhaft gestörter Schlaf ist häufig ein Zeichen eines tieferen Ungleichgewichts, das auch zu Krankheiten führen kann. Häufig stehen ein Blut-Mangel und ein Nieren-Yin-Mangel hinter Schlafproblemen, oft gepaart mit innerer Hitze (Hitze wirkt dynamisierend und anregend).

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Das heißt nicht, dass du dir gleich Sorgen machen musst, wenn du ein paar Tage oder auch Wochen schlecht schläfst. Es gibt einfach Zeiten, in denen wir viel um die Ohren haben - Stress, Sorgen, herausfordernde Lebenssituationen wie ein Arbeitswechsel und mehr. Da ist es ganz normal, dass wir dann nicht gut schlafen! 

Wichtig ist, dass wir uns nach einer solchen Phase die Zeit nehmen, uns davon zu erholen. Mit ausreichendem Schlaf, aber auch mit Pausen untertags und allgemein mehr Selbstfürsorge (z.B. nährende Beziehungen pflegen, erfüllenden Hobbys nachgehen). 

Hier findest du Tipps für besseren Schlaf aus der TCM sowie aus der Achtsamkeit und meiner persönlichen Erfahrung. 

Hinweis: Wenn du starke Schlafstörungen hast und dir Sorgen machst, gehe bitte immer zur Ärztin, um organische Ursachen auszuschließen. Weiters können TCM-Kräuter und Akupunktur helfen, die du bei TCM-ÄrztInnen bekommst. 

10 Tipps für besseren Schlaf

 

1. Iss ein frühes, leichtes Abendessen, also etwa gegen 19 oder 19.30 Uhr. Meide dabei anregende Zutaten wie scharfe Gewürze, Ingwer, Zimt, Zucker, Fleisch. Günstig sind z.B. Kartoffeln mit Ei, eine Gemüsesuppe mit Kichererbsen oder Polenta oder Hirse mit Apfelkompott oder pikant mit Gemüse und Feta oder etwas Fisch. Iss nichts mehr, was dich blähen könnte, wie Käsebrot oder Rohkost. 

2. Trinke am Abend nur noch sehr wenig, damit du in der Nacht nicht aufs Klo gehen musst. Achte darauf, dass du die größte Menge an Wasser oder Tee bis zum Nachmittag trinkst. Lies hier mehr zum Durstgefühl: Was dein Durst nach TCM über dich verrät

3. Gehe jeden Tag zur selben Zeit schlafen und stehe zur selben Zeit auf. Idealerweise sollte die Schlafenszeit weit vor Mitternacht liegen. Wenn es dir schwerfällt, früher schlafen zu gehen, probiere einmal, 15 Minuten früher als gewohnt ins Bett zu gehen. 

4. Kannst du schwer einschlafen oder abschalten? Nutze die Zeit für Entspannungsübungen, etwa die folgende: Mache tiefe Atemzüge und denke beim Einatmen „Ruhe“, beim Ausatmen „Entspannung“. Andere Worte könnten sein: Frieden, Liebe, Loslassen. Auch das Zählen der Atemzüge kann beim Einschlafen helfen. Außerdem gibt es schöne Fantasiereisen und Meditationen als CDs oder auf youtube, die beim Einschlafen nützlich sein können. 

5. Lege einen Notizblock und einen Stift auf dein Nachtkästchen, damit du nächtliche Ideen und Einfälle gleich niederschreiben kannst und sie dich nicht wach halten. 

6. Drehe deinen Wecker um oder lege ihn an einen anderen Ort, damit du in der Nacht nicht ständig schaust, wie spät es gerade ist. Und dir dann Sorgen machst, dass bald schon der Wecker läutet. 

7. Lüfte dein Schlafzimmer gut und halte es frei von Fernseher, Computer und Handy. Probiere, ab 20 Uhr das Blaulicht von diesen Geräten zu meiden und lieber ein Buch zu lesen, ein Bad zu nehmen, mit Partner oder Freundin zu plaudern oder spazieren zu gehen. Bringe neue Gewohnheiten in dein Leben, Schritt für Schritt.

8. Ärgere dich nicht, wenn du nicht schlafen kannst, das erzeugt nur inneren Druck und Stress und verhindert erst recht den heiß ersehnten Schlaf. Sieh diese Zeit lieber als ein Geschenk für dich an: Jetzt kannst du dich in Ruhe deinem Körper und deiner Seele zuwenden, ohne dass dich jemand stört. Flute dich selber mit schönen, positiven Gedanken voller Liebe und Mitgefühl dir selbst gegenüber. Denke an 10 Dinge, für die du in deinem Leben dankbar bist. Widme dich deinem Körper und lege deine Hand auf eine Stelle, die schmerzt oder sich unangenehm anfühlt. Schicke Liebe und heilende Energie dorthin oder auch eine schöne Farbe, die dir gerade gut tut. Es gibt so viele Möglichkeiten, wie du die schlaflosen Minuten oder Stunden für dich nutzen kannst – und vielleicht kommt ja genau dann der Schlaf zu dir und du nimmst die guten Gefühle mit in die Träume. 

9. Probiere Weizentee: 2 EL Weizenkörner in 500 ml Wasser in einem Topf aus Glas oder Emaille 30 Minuten auskochen, gerne auch länger. Am Nachmittag 2 Tassen trinken. Du kannst den Tee am Morgen vorkochen und am Nachmittag einfach aufwärmen, die Weizenkörner kann man weiter verwenden. Dieser Tee stärkt das Nieren-Yin, beruhigt und kühlt das Herz und ist damit eine wunderbare Medizin bei Schlafstörungen. Er wirkt sanft, aber nachhaltig, rechne daher mit mehreren Wochen bis Monaten, bevor du eine Wirkung merkst. Höre auf dein Bauchgefühl, ob der Tee dir zusagt oder nicht. 

10. Meide Kaffee, Schwarztee und Grüntee, vor allem am Nachmittag und Abend (und Cola, Eistee und Energydrinks). Hilfreiche Kräutertees: Baldrian, Hopfen, Lavendel, Melisse, Orangenblüten, Passionsblume. 

Welchen dieser Tipps wirst du ausprobieren? Und was hat dir schon bei schlechtem Schlaf geholfen? Ich freue mich, wenn du deine Erfahrungen mit uns in den Kommentaren teilst. 

Du merkst schon - den einen Geheimtipp oder das Wundermittel gibt es nicht, damit du ab sofort immer gut schläfst. Falls dir das jemand verspricht, sei bitte skeptisch. Es ist eine Kombination aus verschiedenen Maßnahmen, die dir mit der Zeit helfen können, besser zu schlafen. Die Ernährung ist dabei sicher wichtig und kann viel bewirken, aber eben auch nicht alles. 

Länger dauernde Schlafstörungen sind aus meiner Sicht auf jeden Fall eine deutliche Aufforderung deines Körpers, über deinen gesamten Lebensstil nachzudenken - wie arbeitest du, wie isst du, welche Beziehungen hast du, wie bewegst du dich, was gibt deinem Leben Sinn, was ist dir wirklich wichtig? So wie bei allen Beschwerden liegt auch hier das Geschenk darin, dich hier und heute besser kennen zu lernen und ein erfüllteres Leben anzustreben. 

Wenn du gemeinsam mit mir deine Ernährung umstellen willst, um deine Symptome Schritt für Schritt zu verbessern, freue ich mich, dich in meinem Onlineprogramm "Trust your Body - Finde deine typgerechte Ernährung nach TCM" zu begrüßen (mit ausführlichem Fragebogen, um deinen Typ nach TCM herauszufinden)! 3 Monate lang bekommst du Videos, Audios und Texte mit alltagstauglichen und typgerechten Tipps und ich unterstütze dich in 3 Frage-Antwort-Webinaren und einer privaten Facebook-Gruppe. Du kannst jederzeit mit dem Kurs beginnen. Gemeinsam schaffen wir es!

Kommentare

Bei mir hat deine Empfehlung Zwiebeln und Knoblauch weg zu lassen, weil sie erhitzend wirken, den entscheidenden Durchbruch erzielt! Ich wär da selbst nicht draufgekommen, bei Kaffee merkte ich das ja unmittelbar und hab ihn schon längst gestrichen, aber tatsächlich haben auch Zwiebeln und Knoblauch eine anregende Wirkung auf mich!! Schöne Adventszeit wünsch ich dir!

Liebe Sylvia,
danke für deinen Kommentar und das Teilen deiner Erfahrungen, das ist interessant!
Liebe Grüße,
Katharina

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Hallo Katharina,

warum sollte man einen Emaille-Topf nehmen für den Weizentee? Die Chinesen machen das laut meiner HP auch nicht...

Viele Grüße
Markus

Lieber Markus,
danke für deinen Kommentar! Ich habe in meiner Ausbildung gelernt, dass die anderen Materialien die energetische Wirkung des Weizens negativ beeinflussen (bei dieser Anwendung als Tee). Wahrscheinlich gibt es unterschiedliche Quellen dazu.
Liebe Grüße,
Katharina

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ja, das hätte mich auch interessiert.
Vielen Dank für die interessanten Tipps bezügl. Essen. Was hältst Du denn für sinnvoll, wenn das Kleinkind im Wachstumsschub immer vor dem Schlafen gehen eine Heißhungerattacke hat und dann auch nicht zur Ruhe kommt? Nüsse werden verschmäht, Reiscracker mag ich nicht mehr geben, Obst und Trockenobst wird auch nicht gutgeheißen. Magenschonend, ohne Zucker, gleichzeitig beruhigend, gut vorzubereiten bzw. lange haltbar und essbar ohne dass man sich nochmal an den Tisch setzen muss - geht das überhaupt?
Liebe Grüße und viele Durschnaufmöglichkeiten!

Liebe Stina,
danke für deinen Kommentar!
Ich würde darauf achten, was dein Kind untertags so isst und dass es zu den Hauptmahlzeiten gut versorgt wird, mit vorwiegend gekochten Mahlzeiten, mit denen es satt wird. Ansonsten sind Wachstumsschübe einfach besondere Phasen, in denen die Kinder auch mal mehr brauchen. Das mit dem "zur Ruhe kommen" müsste man sich genauer anschauen - vielleicht hängt es nicht nur mit dem Essen zusammen, sondern ist z.B. auch ein Zeichen für eine Entwicklungsphase, in der gerade viel verarbeitet werden muss.
Ein Grießkoch mit etwas Apfel und Honig wäre eine beruhigende Abendmahlzeit, da müsste man sich halt an den Tisch setzen. Oder Kartoffeln mit Cashews etc. Vielleicht könnte man sich damit arrangieren, dass es jetzt halt mal so ist, und sich nochmal für eine ordentliche Mahlzeit zum Tisch setzen? Ich habe mit meinen Kindern die Erfahrung gemacht, dass das Kämpfen gegen bestimmte Gewohnheiten alles nur schlimmer macht. Wenn man es akzeptiert, geht es oft von alleine wieder weg.
Liebe Grüße,
Katharina

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