Neurodermitis – Saft, Tee, Kaffee und Co.: Die richtigen Getränke für deine Haut nach TCM – und was du lieber nicht trinken solltest

Richtig trinken bei Neurodermitis

Wenn du Neurodermitis hast, hast du vielleicht schon einmal bemerkt, dass deine Haut nach einem Glas Wein schlechter geworden ist.

Ich zumindest kenne genau diese Reaktion: Ich trinke 2 oder 3 Gläser Wein und in der Nacht darauf fängt die Haut an zu jucken.

Das passiert zwar nicht immer, aber oft genug, dass ich fast keinen Alkohol mehr trinke!

Meine Neurodermitis ist seit einigen Jahren so gut wie geheilt, aber nach TCM bleibt die Tendenz zu einem Ungleichgewicht auch ohne Symptome bestehen.

Hmm, das war jetzt vielleicht etwas kompliziert ausgedrückt.

Einfacher gesagt: Ich (und alle anderen NeurodermitikerInnen) neigen dazu, zu viel Hitze über die Haut auszuleiten, und zwar für immer.

Deshalb ist mein Tipp, erhitzende Getränke wie Alkohol dauerhaft zu meiden.

Und wenn du gerade einen Schub hast und die Haut sehr entzündet und ist und furchtbar juckt, ist dieser Tipp umso wichtiger!

Tipp: Wenn du gemeinsam mit mir deine Haut mit der richtigen Ernährung unterstützen willst, zeige ich dir im Online-Kurs Neurodermitis-Ernährungscoaching gerne die genauen 5 Schritte - in Videos, mit einfachen TCM-Kochrezepten für die Neurodermitis-Haut und persönlicher Unterstützung durch mich (mit Geld-zurück-Garantie). Ich freue mich auf dich! 

Diese erhitzenden Getränke sind ungünstig bei Neurodermitis:

  • Kaffee
  • Yogitee (Ingwer, Zimt, Nelke, Pfeffer...)
  • Chai
  • Fencheltee
  • Wein, Bier, Schnaps (je schärfer der Alkohol, desto hitziger)

Ich habe in meiner Praxis schon KlientInnen mit Neurodermitis gehabt, deren Haut durch diesen einen Tipp gut unterstützt worden ist.

Noch besser ist es natürlich, wenn du auch den nächsten Tipp befolgst:

Meide alle Getränke, die nach TCM Feuchtigkeit produzieren oder verstärken.

Feuchtigkeit ist neben Hitze nämlich die zweite Ursache von Neurodermitis. Du merkst sie daran, dass deine Haut nässt oder mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen zeigt. Und die Finger oder andere betroffene Stellen geschwollen sind.

Hier findest du weitere körperliche Merkmale für zu viel Feuchtigkeit nach TCM, damit du herausfinden kannst, wie stark du davon betroffen bist:

46 Merkmale für pathogene Feuchtigkeit in deinem Körper nach TCM - und die wichtigsten Ernährungstipps dagegen

Diese befeuchtenden Getränke sind ungünstig bei Neurodermitis:

  • Kuhmilch
  • Ziegen- und Schafmilch (etwas günstiger als Kuhmilch, aber ebenfalls befeuchtend)
  • Kakao (der ist durch das Kakaopulver auch noch erhitzend, also doppelt ungünstig)
  • Orangensaft
  • Smoothies (vor allem mit Südfrüchten wie Banane, Mango, Ananas)
  • Eistee
  • gesüßte Fruchtsäfte und Sirup

Ungünstig sind außerdem Getränke mit Kohlensäure (auch Mineralwasser), da sie nach TCM den Magen und die Verdauung schwächen. Diese brauchen wir als NeurodermitikerInnen aber ganz dringend, damit Feuchtigkeit und Hitze erst gar nicht entstehen.

Kohlensäure ist außerdem sauer, wie der Name schon sagt. Alles Saure wirkt nach TCM zusammenziehend und hält die pathogene Feuchtigkeit im Körper. Wir wollen sie aber loswerden, damit die Haut sie nicht ständig ausleiten muss!

Ein bisschen Zitrone im Wasser ist übrigens erlaubt, das fällt von der Menge her nicht ins Gewicht.

Zum sauren Geschmack zählt auch der Früchtetee, der deshalb ebenfalls ungünstig für NeurodermitikerInnen ist.

Schwarzer Tee wirkt wiederum sehr trocknend und ist damit für die trockene Haut nicht empfehlenswert.

 

Und jetzt höre ich dich schon fragen: Ja, was kann ich denn dann überhaupt noch trinken?

 

Empfehlenswerte Getränke bei Neurodermitis:

  • lauwarmes bis heißes Wasser als Hauptgetränk
  • Kräutertee (außer die oben genannten hitzigen)
  • grüner Tee (max. 2 Tassen am Tag, sonst zu trocknend)
  • roter Traubensaft
  • roter Rübensaft (Beete)
  • Apfelsaft
  • Birnensaft

 

Ein paar Tipps zu den Säften:

  • Bevorzuge bitte Bio-Qualität und trinke sie nicht kalt, sondern bei Zimmertemperatur oder warm.
  • Roter Traubensaft und Roter Rübensaft wirken blutstärkend. Das Blut ist bei Neurodermitis meistens im Mangel (besonders an der trockenen Haut zu spüren), deshalb sind diese Säfte empfehlenswert.
  • Apfel- und Birnensaft sind aus heimischen Früchten gemacht und daher bekömmlicher (weniger kühlend und befeuchtend) als Säfte aus Südfrüchten.
  • Bei allen Säften ist die Menge wichtig: Trinke höchstens ein Viertel Liter Saft am Tag, da jeder Saft im Übermaß getrunken befeuchtend wirkt.

Von der Trinkmenge insgesamt werden in der TCM 1,5 bis 2 Liter am Tag empfohlen, je nach persönlicher Konstitution, Ernährung und Art der Tätigkeit (viel oder wenig Bewegung).

Tipp für einen akuten Schub oder als Begleitung einer Kur (z.B. Reiskur):

Stiefmütterchenkraut (als Tee) kühlt nach TCM speziell das Blut, das bei Neurodermitis immer zu heiß ist.

Trinke 2-3 Tassen bei einem akuten Schub oder wenn du eine ausleitende Kur machen willst.

Du kannst Stiefmütterchenkraut auch für kühlende Kompressen oder als Badezusatz verwenden. Die Reaktionen darauf sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich – probiere es vorsichtig aus, ob es dir auch von außen gut tut.

Quintessenz:

  • Alkohol und Kaffee sind Getränke, die du bei jeder chronischen Krankheit weglassen solltest, und zwar dauerhaft.
  • Wenn du auf ein bestimmtes Getränk nicht verzichten willst oder (noch nicht) kannst, reduziere die Menge. 1 Tasse Kaffee statt 2 Tassen am Tag sind schon 365 Tassen weniger im Jahr. :)

Tipps für eine gute Ernährung bei Neurodermitis nach TCM findest du in meinem kurzen Video dazu:

Video: Neurodermitis - Die 6 besten Ernährungstipps nach TCM für schönere Haut

Gibt es noch Getränke, die ich in diesem Artikel vergessen habe? Ich freue mich auf deinen Kommentar dazu!

Kommentare

Ich trinke seit 3 Jahren keinen Alkohol mehr und meine Neurodermitis, die sonst meistens in Schüben auftrat, ist seit dem fast komplett verschwunden! Keine Kortisonsalben o.Ä. mehr nötig...

Liebe Andrea,
danke für deinen Kommentar! Das ist eine wunderbare Nachricht, ich freue mich sehr für dich.
Liebe Grüße,
Katharina

Hallo bin zufällig auf ihre Seite gekommen sie ist sehr interessant für mich. Meine Neurodermitis hab ich mit 38 Jahren bekommen mir geht es seit dem schlecht. Hab Neurodermitis auf der Kopfhaut und im Gesicht, Ohr usw. Ich musste jetzt vor 2 Monaten Betablocker nehmen und seit dem hab ich noch mehr Beschwerden mit der Haut. Ich weiß, das durch Betablocker Haut schlechter wird. Was können Sie mir empfehlen? Dankeschön

Liebe Nicole,
danke für Ihren Kommentar!
Viele Tipps für die Ernährung bei Neurodermitis finden Sie hier im Blog in der Neurodermitis-Abteilung: https://www.ernaehrungsberatung-wien.at/blog/neurodermitis Ich würde auf jeden Fall versuchen, die Ernährung auf TCM umzustellen, vor allem mehr frisch zu kochen mit hohem Gemüseanteil und die Industriekost/Fertigprodukte und Zucker und Weißmehl stark reduzieren.
Liebe Grüße,
Katharina

Ich möchte hier gerne auch meine Sichtweise auf die Neurodermitis vermitteln. Bereits vor wenigen Jahren wurde meine Neurodermitis diagnostiziert und im Laufe der Zeit und meiner Verzweiflung von 7 Hautärzten bestätigt.

Dann habe ich angefangen zu beobachten auf was mein Körper reagiert und ich habe eine Liste der Verdächtigen erstellt: Weizen, Milch, Soja, Kakao

Besonders Soja ist überall drinnen, was bereits fertig abgepackt ist. Kaum verwunderlich, dass fertiges Essen aller Art auch eine Reaktion auslöst. Selbst in vielen Restaurants wird mit Convenience Produkten gekocht. Weizen meide ich nun strikt und koche nur noch selbst.

Ebenfalls habe ich auch beim Duschen gemerkt, dass die Wassertemperatur und sogar die Stärke des Wasserstrahls entscheidend ist, weil Letzteres auch die Haut reizt. Bewegung ist ebenfalls sehr wichtig, sowie ausreichender und tiefer Schlaf. Außerdem hilft es auch den Körper durchzulüften (sprich: zu Hause nur in Unterhose herumzulaufen) und Stress (soweit wie möglich) zu vermeiden.

Übrigens muss ich gleich von Produkten der Firma V. abraten, die gerne bei Hautärzten verschrieben werden. Die besagten Produkte haben bei mir extrem gebrannt und die Haut nicht verbessert sondern richtig attackiert.

Vielleicht schafft es irgendwer einmal ein Heilmittel dagegen zu finden, aber bis dahin ist die Ernährungsumstellung ein sinnvoller Schritt. Und ich glaube auch dass eine Beratung für Betroffene die sich damit nicht auskennen sinnvoll ist. Leider hilft aber nur Disziplin und wer einmal mit der Ernährung rückfällig wird, bekommt wieder die Symptome.

Ich wollte gerne noch etwas hinzufügen, dass ich gestern leider vergessen habe zu schreiben: Ebenfalls zähle ich Eier als verdächtig, bin mir aber dessen noch nicht zu 100% sicher. Ein weiterer Tipp: Wenn ich merke, dass meine Haut Amok läuft, dann trinke ich extrem viel Wasser. Also wirklich so viel, dass mein Magen damit gefüllt ist und ich aufs Klo muss. Dadurch entgifte ich meinen Körper. Vielleicht hilft das bei anderen ebenfalls. (Das ist aber nur eine Lösung für den Ernstfall. Wenn es ganz schlimm wird, hilft nur noch ein Besuch in der Hautambulanz. Bevor es soweit kommt, sollte aber ein Arzt konsultiert werden.)

(Ebenfalls im Verdacht hatte ich das Leitungswasser, da meine Recherchen auch ergaben, dass der Härtegrad relevant ist. Letztlich hat ein Aufenthalt im Ausland diesen Verdacht widerlegt.)

Lieber Bernhard,
danke für deinen Kommentar und das Teilen deiner Erfahrungen! Es ist immer wertvoll von selbst Betroffenen zu lesen, was ihnen hilft und was nicht. Bei den Pflegeprodukten ist meine Erfahrung, dass es wirklich bei jedem anders ist. Deshalb hilft nur ausprobieren. Ich plädiere für möglichst wenig Salben etc. und wenn dann möglichst naturbelassene. Wobei z.B. auch enthaltene Kräuter für allergische Reaktionen bzw. Juckreiz sorgen können.
Liebe Grüße,
Katharina

Hallo Katharina,
vielen Dank für deine Antwort. Leider dachte ich, dass ich bei einer Antwort per E-Mail benachrichtigt werden würde und somit habe ich komplett vergessen hier vorbeizusehen. Dafür will ich mich entschuldigen.

Die Beobachtung stimmt: Die letzten Wochen, brachten eine richtige Erleuchtung in Bezug auf meine Lebensweise und Neurodermitis. Jeder scheint bei der Neurodermitis einen anderen Grund zu haben, warum diese ausbricht. Durch meine Verkühlung und einem Tipp meiner Hausärztin konnte ich meinen finden: Zink.

Zink hilft nicht nur die Krankheit schneller zu besiegen, sondern in meinem Fall, den Juckreiz komplett zu überwinden. Interessanterweise, habe ich in einem anderen Neurodermitis-Forum gelesen, dass es bei jemand anderen ein Mangel an Vitamin B2 war und sich diese Person mit täglichen Joghurts selbst heilte. Als ich das probierte, bekam ich bereits nach einem halben Joghurt einen Juckreiz und nahm zur Linderung, Zink. Damit war es für mich bestätigt, dass Zink der Grund der Besserung ist. Seitdem nehme ich jeden Tag eine halbe Kapsel 15mg Zink Supplement der Firma B........ und bei Juckreiz sofort wieder eine halbe Kapsel. (Normalerweise, wäre 10mg für einen Erwachsenen mehr als ausreichend, bei Krankheit 75-90mg). Da ich viel Sport mache (seit Jahren, jeden 2ten Tag), könnte ein Zinkmangel schon möglich sein. Ebenso hatte ich in der Vergangenheit Gastritis und ich glaube, dass genau hier das Problem liegt. Ein Schock (damals Spritze bei Hyposensibilisierung) löste Ernährungsprobleme aus, welche zu einer Gastritis führten. Über die Gastritis fingen langsam die Hautprobleme an. Ebenso nehme ich auch Zeolith Kapseln um den Magen Problemen entgegenzutreten und Multivitamin-Kapseln (S......).

Wie du aber bereits geschrieben hast, dürfte es wirklich von Menschen zu Menschen unterschiedlich sein. Trotzdem hoffe ich, dass dir oder jemand anderen diese Information weiterhilft. Übrigens begann ich vor 30 Tagen damit, kalt zu duschen oder meine Hände nur noch kalt zu waschen und es wirkte sich positiv auf meine Haut aus. (Nur so am Rande erzählt). Kann ich echt nur empfehlen.

Alles liebe,
Bernhard

Liebe Katharina,

zuerst möchte ich ein ganz großes Kompliment aussprechen! Deine Homepage ist wirklich toll und ich bin sehr beeindruckt von den vielen Informationen, danke!

Ich leide momentan an perioraler Dermatitis. Sollte ich da hinsichtlich der Ernährung dieselben Tipps wie bei der Neurodermitis berücksichtigen oder würdest du mir da zu etwas anderen raten? Was sollte ich meiden, um den Symptomen entgegenzuwirken? Ich würde mich sehr über eine kurze Rückmeldung freuen und wünsche dir von Herzen alles Gute!

Liebe Grüße,
Natalie

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