Keine Verbote! 4 Tipps, wie du deine Lieblingsspeisen bekömmlicher machst

Foto eines Schnitzels am Teller mit Kartoffeln und Spargel

Fällt es dir schwer, auf bestimmte Speisen zu verzichten, obwohl du weißt, dass sie dir nicht gut tun? Liebst du Schnitzel oder Wurstsemmel, Pommes oder Schokoladentorte?

Und hast du schon mal versucht, sie dir zu verbieten? Dann hast du wahrscheinlich gemerkt, dass Verbote schwierig einzuhalten sind. Sie machen Druck und Stress und das Essen macht dann irgendwann gar keinen Spaß mehr.

Genuss und Freude am Essen sind aber eine der wichtigsten Zutaten einer gesunden Ernährung. Und Verbote bewirken das Gegenteil. Das Schöne an der TCM-Ernährung ist, dass nichts verboten ist!

Die sehr gute Nachricht für dich lautet: Du brauchst auf überhaupt nichts zu verzichten!

Ja, in der TCM-Ernährung gelten die eben genannten Nahrungsmittel als schwer bekömmlich, arm an Qi (Lebensenergie) und befeuchtend bzw. verschleimend. 

Aber es gibt tolle und einfache Möglichkeiten, sie bekömmlicher zu machen! Sodass du alles genießen kannst, was dir schmeckt, und trotzdem Schritt für Schritt immer mehr zu deiner persönlichen Wohlfühl-Ernährung findest, alltagstauglich, gesund und genau auf deinen wundervollen Körper abgestimmt. 

TIPP: Für mehr Unterstützung empfehle ich dir mein Onlineprogramm "Trust your Body - Finde deine typgerechte Ernährung nach TCM". Ab sofort mit monatlichen Themen-Workshops als Extra, sodass das Dranbleiben noch leichter wird (jeweils mit Aufzeichnung). Am 9. Dezember widmen wir uns dem Thema „Gelenkschmerzen nach TCM“, exklusiv für die TeilnehmerInnen des "Trust your Body". Melde dich gerne jetzt zum „Trust your Body“ an und nutze diese Chance, deine genau für dich passende Ernährung zu finden.

 4 Tipps, wie du deine Lieblingsspeisen bekömmlicher machst

1. Wähle die richtige Kombination.

Es macht einen großen Unterschied für deine Verdauung, ob du das Schnitzel mit Pommes oder einem Tomatensalat isst oder ob du gekochtes Gemüse oder Kartoffeln dabei hast. 

Versuche, zu üppigen oder fettigen Speisen wie Fleisch, Lasagne, Spaghetti Bolognese oder Burger immer ein gekochtes Gemüse oder Kartoffeln zu kombinieren. Auch Reis statt Pommes hilft deiner Verdauung.  

Und wenn du gerne Salat isst, dann bevorzuge einen grünen Blattsalat oder einen Salat aus gekochtem Gemüse wie Rote Rüben, Kartoffeln oder Fisolen (grüne Bohnen). Rohe Tomaten oder Gurken als Salat wirken nach TCM stark kühlend und befeuchtend, das belastet unser Verdauungsfeuer nur noch mehr. 

Liebst du eine deftige Jause mit Brot, Speck und Käse? Auch hier gilt: Iss gekochtes oder gedünstetes Gemüse dazu, das kann auch bei Zimmertemperatur gegessen werden. Etwa die Reste des Ofengemüses von gestern, köstlich sind zum Beispiel auch kurz geröstete Champignons mit Kräutern der Provence oder angebratene Tomaten (das geht auch super schnell). 

Ein heißer Tipp ist auch, eine Gemüsesuppe als Vorspeise von Braten und Co. zu essen. So ist der erste Hunger schon mal gestillt, wir haben wertvolles und gut bekömmliches Qi aufgenommen und deine Verdauung ist besser für das gerüstet, was noch kommt.

Und für alle KäseliebhaberInnen: Kombiniere deinen Lieblingskäse zu gekochten Kartoffeln, mit etwas Butter und Salz. Das schmeckt köstlich und liegt dir nicht im Magen, so wie es oft nach Käsebroten der Fall ist. 

2. Iss weniger und seltener davon.

Die Menge und die Häufigkeit machen es aus! 

Wenn du etwa einmal im Monat dein Schnitzel, Pizza oder deinen Schweinebraten mit Knödel genießt, den Rest des Monats aber viel Gemüse, Reis, dein gekochtes Frühstück und so weiter isst, dann wird das dein Körper wahrscheinlich locker wegstecken.

Dasselbe gilt für den Kuchen oder das Schokoladendessert, die du ab und zu genießt.

Wichtig ist da, ehrlich zu dir selbst zu sein. Bleibt es wirklich beim sonntäglichen Kuchenstück oder isst du jeden zweiten Tag ein großes Stück Kuchen und an den anderen Tagen eine halbe Tafel Schokolade?

Ein weiterer Hebel besteht in der Menge. Kannst du auch ein halbes Schnitzel essen und dafür mehr Kartoffeln? Oder eben nur 2 Stücke Schokolade nach dem Mittagessen statt der halben Tafel?

Hier kommen uns oft die Emotionen in die Quere - nicht selten essen wir nicht aus Hunger oder Appetit, sondern aus Langeweile, aus Einsamkeit, wegen Stress oder um den Ärger wegzuessen. Wenn du dich hier wiedererkennst, lies bitte meine 6 Schritte für emotionales Essen.

3. Trinke die passenden Getränke dazu.

Ich habe vor einigen Jahren begonnen, beim Essen in Restaurants ein warmes Wasser mit Zitrone als Getränk zu bestellen. Oder ich nehme einen Pfefferminztee oder Jasmintee, je nach Lust und Laune. 

Wenn das Wasser trotz Bestellung kalt gebracht wird, probiere einmal, einen "Tee ohne Teebeutel" zu bestellen. Dann klappt es normalerweise!

Unsere Verdauung funktioniert nach TCM mit Wärme, das Bild dafür ist das Verdauungsfeuer. Wenn es zu sehr abkühlt, etwa durch kalte Getränke, dann muss deine Verdauung hart arbeiten, um die Nahrungsmittel zu verarbeiten. 

Trinke kalte Getränke deshalb nur ausnahmsweise und eher im Sommer als im Winter. Wenn du nichts Heißes magst, dann trinke dein Wasser zumindest bei Zimmertemperatur.

Zitrone hat die Eigenschaft, bei der Fettverdauung zu helfen. Pfefferminztee hilft ebenfalls, üppige und schwer bekömmiche Speisen bekömmlicher zu machen. Er bewegt das Qi und wirkt Blähungen entgegen. 

Grüner Tee hilft übrigens besonders dabei, Fleisch besser zu verdauen. 

Übrigens ist da auch ein kleiner Kaffee erlaubt, am besten in Form eines Espressos nach dem Essen, er wirkt ebenfalls verdauungsanregend. 

4. Iss langsam und genussvoll.

Das ist mein Lieblingstipp!

Egal, was du isst, iss es langsam und genussvoll. 

Genuss fördert die Bekömmlichkeit, das ist eine alte TCM-Weisheit.

Ist das nicht schön? :)

Wenn es dir schwer fällt, langsamer zu essen, lege zwischendurch die Gabel weg. Spüre in deinen Bauch, ob du schon satt bist oder noch weiter essen möchtest. Schmecke hin - schmeckt es dir überhaupt, was du da isst? 

Das nennt man auch "achtsames Essen" und es ist für mich ein sehr wichtiger Teil einer nachhaltig gesunden Ernährung. Deshalb ist im "Trust your Body" auch ein eigenes Modul zur Achtsamkeit und zum Umgang mit Gefühlen dabei. Du kannst jederzeit starten (mit Geld-zurück-Garantie).

Wichtig dabei ist Geduld mit dir selbst. Wenn du es gewöhnt bist, schnell und vielleicht auch eher unbewusst zu essen, gib dir Zeit und sei dir dabei deine beste Freundin. Sich neue und gesündere Gewohnheiten zuzulegen ist nie einfach, aber sehr lohnenswert! 

Schreibe mir gerne in den Kommentaren, welcher dein Lieblingstipp ist und was dir persönlich am besten hilft, mit der Lust auf Ungesundes oder Überesssen umzugehen. Ich freue mich immer, von dir zu lesen!

Kommentare

Liebe Katharina,

einfach mal HERZLICHEN DANK für Deine vielen Tipps die ich privat wie auch für meine Patienten gerne nutze:)
als ich Deine heutigen Tipps las viel mir ein weiterer ein den ich zufällig gestern probierte und fand es so mega lecker:
ich mag ab und zu ein Stück Ziegenkäse Feta Art und da er ja auch eher kühlend wirkt habe ich ein zimmerwarmes Birnenkompott dazu gegessen was sich ja positiv auf das Yin auswirkt:) ....
Schönes Wochenende und liebe Grüße,
Anne

Liebe Anne,  vielen lieben Dank für deine so nette Rückmeldung.  Alles Liebe weiterhin, Katharina

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