Hält Fasten jung? So fasten Sie richtig! (Ausschnitt aus "Vom Glück entspannt älter zu werden")
Geschrieben von Katharina Ziegelbauer am 10. März 2026 - 0 Kommentare
Ist Fasten gesund?
Und kann Fasten wirklich das Altern aufhalten?
Dazu gleich mehr...
Du bekommst mein Buch "Vom Glück entspannt älter zu werden" (Kneipp-Verlag) überall im Buchhandel, außerdem hier beim Verlag (mit Leseprobe). Darin geht es um Smart Aging mit der Traditionellen Chinesischen Medizin, mit Themen wie "Demenz vorbeugen", "Wie wir altern - TCM und wissenschafltiche Forschung", "Entzündungshemmende Ernährung nach TCM", "Herz-Kreislauf-Erkrankungen" und vielem mehr. Ergänzt werden die praktischen Ernährungstipps von einfachen Achtsamkeitsübungen für jeden Tag für mehr inneren Frieden sowie 20 Rezepten, mit denen du gleich starten kannst, dir etwas Gutes zu tun.
Der folgende Text ist ein Ausschnitt aus "Vom Glück entspannt älter zu werden", aus dem Kapitel "Hält Fasten jung? So fasten Sie richtig!".
Eine simple Botschaft zieht sich durch alle Bücher und Artikel zum Thema eines langen, gesunden Lebens: Essen Sie weniger! Es gibt viele Forschungen und Studien dazu, dass kleinere Portionen in der täglichen Ernährung sowie regelmäßige Fastenzeiten das Leben verlängern können. Besonders Intervallfasten hat in den letzten Jahren große Popularität erhalten, vor allem als Methode, um abzunehmen.
Wissenschaftlich wird der positive Effekt des Fastens mit der Umschaltung in eine ketogene Stoffwechsellage erklärt, was Entzündungen im Körper hemmt und die Nervenzellen vor Schäden beschützt. Außerdem aktiviert es die sogenannten Sirtuine, das sind Enzyme, die wie eine Müllabfuhr im Körper funktionieren und Ablagerungen aus den Zellen abtransportieren. In der Ernährung finden sich Substanzen, die diese Enzyme aktivieren, etwa in vielen Pilzen, Beeren, in Sellerie oder Weizenkeimen.
Georg Weidinger zufolge können zwei- bis dreitägige Fastenkuren die Wirksamkeit und Verträglichkeit einer Chemotherapie erleichtern. Gemeint sind Kuren mit Gemüsebrühe und Tee. Er weist allerdings darauf hin, dass man solche Kuren nur bei Normal- oder Übergewicht machen sollte, jedoch keinesfalls bei Untergewicht. Damit sind wir gleich mitten in der Traditionellen Chinesischen Medizin, die das Thema „Fasten“ sehr individuell angeht. Es gibt eben keine Empfehlung, die auf jeden Menschen zutrifft!
„Das ideale Fasten unterstützt den Körper und belastet ihn nicht. Ziel ist es, die Fülle loszuwerden, die im chinesischen Sinne im schlimmsten Falle bereits Schleim und Blut-Stagnation ist. Ziel ist es weiters, sich wohlzufühlen. Da einem kalt wird, wenn man weniger Kalorien zu sich nimmt, ist die chinesische Empfehlung Nummer eins: Beim Fasten viel WARM trinken und auch immer gut zubereitetes und WARMES Essen zu sich nehmen.“ (aus Georg Weidinger, Chinesische Medizin gegen Krebs, Forchtenstein 2020, S. 243)
Für wen ist Fasten geeignet?
Die Antwort ist einfach: Für alle, die ihrer Gesundheit durch das Auslassen des Abendessens oder durch zwei Suppentage in der Woche etwas Gutes tun wollen. Und für jene, die Feuchtigkeit und Hitze angesammelt haben, etwa bei Übergewicht, Bluthochdruck oder Ekzemen. Ungünstig ist Fasten aber für alle, die einen Mangel an Qi, Blut und Säften haben. Ein solcher Mangel ist etwa erkennbar an Untergewicht, großer körperlicher Schwäche oder auch an viel innerer Kälte. Hier kann Fasten sogar zu gesundheitlichen Problemen führen.
Meine wichtigste Empfehlung für Sie lautet: Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl. Es sagt Ihnen, was für Sie persönlich der richtige Weg ist. Lassen Sie sich nichts von Medien oder Expert:innen einreden!
Statt strenger Fastenkuren empfiehlt die TCM sanftere Methoden, um den Körper zu entlasten: Essen Sie einige Wochen vermehrt Gemüsesuppen, Reis oder Hirse, Linsen und für den Süßhunger Apfelkompott. Wenn Sie es dann noch schaffen, auf Zucker, Weißmehl und Fertigprodukte möglichst zu verzichten, haben Sie schon eine wunderbare Entgiftungskur gemacht und Ihren Körper damit nicht überfordert. Eine weitere sanfte Methode wäre, jede Woche oder alle paar Wochen ein bis zwei Reis-Gemüse-Tage einzulegen.
Wichtig bei diesen sanften Ausleitungskuren ist es, ausreichend Wasser zu trinken und regelmäßige Mahlzeiten zu essen, sodass man nicht zu stark hungert. Ein leichtes Hungergefühl ist hingegen kein Problem. Die Verdauung sollte funktionieren, da sie ein wichtiger Ausleitungsweg für Hitze und Feuchtigkeit (Schlacken) sowie für Giftstoffe ist, die beim Fasten gelöst werden. Vorsicht also bei Verstopfung – essen Sie dann besser in Wasser eingelegte Trockenpflaumen, um Ihre Verdauung anzuregen.
Ende Ausschnitt aus "Vom Glück entspannt älter zu werden"
Hast du schon einmal gefastet? Ich freue mich, wenn du deine Erfahrungen unter diesem Artikel in den Kommentaren mit mir teilst! Im Buch "Vom Glück entspannt älter zu werden" findest du auch Infos zum Thema Intervallfasten, das die TCM ebenso wie Fasten insgesamt nur eingeschränkt empfiehlt.



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