Gastartikel: Fermentation: Ganz einfach gesund essen mit Milchsäurebakterien (von "Sauer macht glücklich")

Foto von Marco und Maria von "Sauer macht glücklich"
Ich freue mich über den Gastartikel von Maria und Marco vom Blog "Sauer macht glücklich", die sich der Verbreitung des Fermentierens verschrieben haben. Sie zeigen, wie einfach es geht und wie gut es unserer Gesundheit tut. Los geht's!
 
Fermentation - was ist das eigentlich? Hab ich schon mal was von gehört, aber ich weiß gar nicht, ob das was für mich ist. Klingt irgendwie aufwendig, nach viel Arbeit und einem dieser neuen Ernährungstrends.
 
Kennst du diese Gedanken? So geht es vielen Menschen und auch uns ging es vor ein paar Jahren noch so, bis wir festgestellt haben, wie Fermentation unser Leben verändern kann. Dieser Artikel ist für dich, wenn du dich für einen gesunden Lebensstil interessierst, wenn du in Zukunft gerne weniger Beschwerden haben und dich voller Energie und Vitalität fühlen möchtest. Und um die Antwort schon einmal vorweg zu nehmen: Dann ist Fermentation auch etwas für dich.

Fermente nutzen die volle Kraft der Probiotika

Fermentation ist ein anderes Wort für Milchsäuregärung und bezeichnet einen Prozess, durch den Kohlenhydrate in einem Lebensmittel in Milchsäure umgewandelt werden. Dadurch wird zum Beispiel das Gemüse, das du fermentierst, nicht nur haltbarer, sondern auch bekömmlicher, besser verdaulich und zu einer wahren Nährstoffbombe.
 
Wenn du dich mit Ernährung beschäftigst, bist du vermutlich auch dem Begriff „Probiotika“ schon mal begegnet. Probiotika sind lebende Mikroorganismen, die in deinem Körper verschiedene Prozesse in Gang setzen und dadurch einen großen Einfluss auf deine Gesundheit haben, indem sie zum Beispiel schädliche Bakterien und Pilze aus deinem Darm verdrängen und die Darmflora ins Gleichgewicht bringen - den Teil unseres Körpers, in dem 80% unseres Immunsystems sitzen. Und fermentiertes Gemüse steckt voller genau dieser Probiotika!

Gemüse, Salz und etwas Gelduld: Mehr brauchst du nicht

Die gute Nachricht: Du musst Fermente nicht teuer irgendwo einkaufen, sondern kannst sie dir ganz einfach selbst zu Hause herstellen. Und wir meinen WIRKLICH einfach. Alles was du brauchst ist frisches, am besten kontrolliert biologisch angebautes Gemüse, ein Gärgefäß, gutes Salz und ein wenig Geduld. Ob sich jedes Gemüse, also auch deine Favoriten, zum Fermentieren eignet? Ja - sofern du es auch roh essen kannst. Für den Anfang eignen sich aber vor allem feste Gemüsesorten mit geringem Wassergehalt wie Karotten, Kohl oder Rote Bete.
 
Bevor du das Gemüse für mehrere Tage in einer Salzlake einlegst, solltest du es schälen oder waschen und deinen Wünschen entsprechend vorbereiten. Fermentierte Karottensticks eignen sich zum Beispiel hervorragend zum Dippen, während geraspelter Kohl eine tolle Beilage zu Kartoffeln ist und sich geriebene Rote Bete bestens im Salat macht.
 
Die Vorbereitung der Salzlake hängt ein wenig davon ab, wie du das Gemüse verarbeitet hast. Bei grob geschnittenem Gemüse wie zum Beispiel den Sticks setzt du die Lake vorab aus (idealerweise) gefiltertem Quellwasser und gutem Meersalz an, während du geraspeltes und fein geschnittenes Gemüse direkt mit dem Salz vermengst. Das Salz entzieht dem Gemüse innerhalb kurzer Zeit Wasser, woraus die Lake entsteht.
 
Das gestiftelte, geriebene oder geraspelte Gemüse gibst du dann in ein passendes Gärgefäß (wichtig: es muss luftdicht verschließbar sein) und bedeckst es mit einer Salzlake, die du vorher einfach nur aus Wasser und gutem Meersalz herstellst. Luftdicht verschließen und dann ein wenig Geduld haben, denn mindestens eine Woche solltest du den Milchsäurebakterien Zeit geben, an die Arbeit zu gehen.

Du kannst ganz einfach direkt los fermentieren

Manche Gemüsesorten sind bereits nach 7-10 Tagen fertig, während andere auch mal drei oder mehr Wochen brauchen. Wobei „fertig“ für ein Ferment eigentlich der falsche Begriff ist, denn es fermentiert munter weiter, so lange du es bei Zimmertemperatur stehen hast. Hier kommt es ganz auf deinen individuellen Geschmack an - du entscheidest, wann es dir schmeckt und somit „fertig“ ist!
 
Du hast Lust bekommen auszuprobieren, wie leicht Fermentation wirklich ist? Dann hol dir unseren kostenlosen Emailkurs „5 Fermente in 5 Tagen“, der dich in kürzester Zeit in den Fermentations-Modus bringt. Wir schicken dir 5 Tage lang jeden Tag ein neues köstliches Rezept und geben dir Schritt-für-Schritt Anleitungen, um dein Gemüse erfolgreich milchsauer einzulegen. Und du wirst sehen: Fermentation ist auch für dich und deine Gesundheit genau das Richtige! 
 
Hast du Fragen zum Fermentieren? Marco und Maria freuen sich darauf, sie in den Kommentaren zu beantworten. 
 
Hier findest du Tipps für deinen Darm aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizinl: Wie du deine Darmflora unterstützen kannst (auch ohne Jogurt)

Kommentare

ich habe mal gehört, dass man Gemüse auch mit z. B. Omni Biotic fermentieren kann. Also anstelle von Salz einfach ein Päckchen nehmen, aufs vorbereitete Gemüse (schon im Glas) und Wasser, das Ganze fest zusammen drücken, schließen und stehen lassen. Wie lang der Fermentierungsvorgang ist, hab ich leider vergessen.

An gefiltertes Quellwasser komme ich nicht heran. Was sind die Mindestanforderungen an das Wasser; geht normales, mittelhartes Leitungswasser auch?
Viele Grüße Tine

Liebe Hilde,

gerne kannst du Gewürze dazugeben. Dir sind da keine Grenzen gesetzt. Von Senfkörnern, Chili bis Dill kannst du alles dazu geben und dich austoben.

Liebe Grüße
Maria & Marco

Neuen Kommentar schreiben