Ernährung nach TCM in der Stillzeit

Hier einige Tipps zur Ernährung für stillende Mütter:

Der erste und wichtigste Tipp ist:
Hauptsächlich warme, gekochte Speisen essen! Kaltes Essen aus dem Kühlschrank und kalte Getränke, rohes Obst und Gemüse sowie Brotmahlzeiten sind nach TCM schwer bekömmlich und kühlen den Körper. Für den Fluss der Muttermilch ist aber Wärme notwendig, da Kälte zu Stauungen führt.

Der zweite Tipp:
Saftig essen! Ideal ist zum Beispiel ein Apfelkompott, das man sich gut vorkochen kann (in Schraubgläsern aufbewahren) und vor dem Verzehr etwas erwärmt (am Herd). Dieses ist gleichzeitig süß und leicht erfrischend. Außerdem sind gut: Gemüsesuppen, Eintöpfe und Breie wie Haferflockenbrei oder Grießkoch.

Folgende Nahrungsmittel helfen besonders bei der Bildung der Muttermilch (und stärken Blut):
Eier, Hühnersuppe (besonders gut die ersten Wochen nach der Geburt, da sie das Blut stärkt und die Mutter kräftigt), rote Beeren, rote Rüben (und Saft), Petersilie, Brokkoli, grüne Blattgemüse, Vollkornreis, Karotten, roter Traubensaft, Rosinen, Datteln, schwarzer Sesam

Meide scharfe Gewürze und zu viele bittere Getränke wie Kaffee, diese können der Milchbildung schaden.

Und der letzte Tipp: viel trinken! Was bedeutet viel? Das hängt davon ab, wie man sich ernährt. Bei trockener Nahrung wie z.B. Brot sowie salziger Nahrung wie Wurst oder Fastfood braucht man mehr Flüssigkeit als bei einer saftigen Ernährung mit viel Suppe. Richtwert: ca. 2 Liter. Der Durst zeigt auch an, ob man etwas braucht. Ein Tee, der die Muttermilch stärkt, ist der Anis-Kümmel-Fenchel-Tee, der noch besser wirkt, wenn die Gewürze frisch gemörsert werden.

In meinem Blog findest du noch mehr TCM-Tipps für Mama und Baby!

Kommentare

Liebe Janine,
ja, das kann schon auch zusammenhängen, das weiß ich aber natürlich nicht sicher.
Liebe Grüße,
Katharina

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Liebe Frau Ziegelbauer, ich verfolge nun schon eine Weile ihren tollen Blog und ihre Facebook-Seite. Danke! Mein Sohn ist 12 Monate und gerade so viel am Stillen, wie schon lange nicht mehr. Er war in letzter Zeit öfters mal krank und war dadurch besonders anhänglich. Mich schlaucht das Stillen schon ganz schön doll, versuche mich gesund zu ernähren, kilos purzeln aber nur so weg und am schlimmsten sind aber die blähungen. Irgendwie wars nach geburt besonders schlimm, habe da mein sohn koliken hatte mich makrobiotisch ernährt, also gedünstetes gemüse mit braunen reis, morgens hafer oder reisbrei und halt kaum fleisch, milchprodukte etc, nur hühnersuppe zum stärken. Zwischendurch wars besser mit blähungen aber gerade wieder besonders stark. Muss gestehen, dass ich durch den tag oft tamari mandeln snacke oder datteln, aprikose, äpfel ungekocht und auch mal körnerbrot mit bisschen käse. Also ich snacke halt weil dauerhungrig. Aber allgm esse ich kombi aus tcm/makrobiotik mit viel hirse, hülsenfrüchten, gemüse etc, da ich versuche für meinen sohn gesund zu kochen. Können die blähungen auf starken blutmangel oder hormone hindeuten, da der sohn grad auch wieder besonders viel trinkt?
Herzlich und danke!

Liebe Ana,
danke für Ihren Kommentar!
Da könnte es mehrere Ursachen geben, z.B. können Hülsenfrüchte zu Blähungen führen, gerade wenn man sehr viel davon isst oder einfach eine empfindliche Verdauung hat. Sie könnten sie mal weglassen und schauen, ob es besser wird. In der Schwangerschaft verändert sich der gesamte Körper und es dauert eine Weile, bis er wieder wie gewohnt arbeitet (manche Dinge ändern sich auch dauerhaft, das ist sehr verschieden).
Blutmangel hat eher nichts mit Blähungen zu tun, diese kommen eher von Milz-Qi-Mangel oder Qi-Stagnation.
Wenn Sie dauerhungrig sind, würde ich versuchen herauszufinden, woran es liegt. Vielleicht zu wenig Fett in den Mahlzeiten oder zu wenig Eiweiß? Vielleicht helfen Eier?
Liebe Grüße,
Katharina

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Hallo Katharina,
Danke für diesen lesenswerten Artikel!
stimmt es, dass die TCM dem längeren Stillen (12 Monate+) eher kritisch gegenüber steht?
Hab das nun häufiger gehört und mich würde interessieren, wie es dazu kommt, da Muttermilch ja als besonders qi-reich gilt. Oder geht es da eher um das Wohlergehen der Mutter?
Über eine Antwort freue ich mich sehr!
Vielen Dank an dich!
Katrin

Liebe Katrin,
danke für deinen Kommentar und das nette Feedback! Ich weiß nichts davon, dass die TCM längerem Stillen kritisch gegenübersteht. Das könnte höchstens damit zusammenhängen, dass es die Mutter zu viel kostet - besonders bei geschwächten Menschen. Ich habe selber das erste Kind über 2 Jahre gestillt, das zweite 16 Monate lang und finde es sehr empfehlenswert.
Liebe Grüße,
Katharina
PS: Am wichtigsten ist aus meiner Sicht immer, dass sich Mutter UND Kind damit wohlfühlen.

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Liebe Katharina
was mache ich denn als (Voll)Stillende falsch, wenn mein 3 Monate altes Baby andauernd unter Verstopfung mit starken Blähungen leidet?
Zur Ergänzung: Die Verdauung lief nach der Ankommensphase super (1x täglich zur gleichen Zeit). Erst seit einigen Wochen ist es so qualvoll.
Zu mir: Ich esse morgens und abends warm, oft auch mittags. Saisonal und möglichst regional. Kaum Brot, eher tcm-freundlich.
Ich weiß nicht, was es sein könnte :-(
Danke dir vorab!
Grüße,
Katharina

Liebe Katharina,
ich kann mir vorstellen, dass es schwer für dich ist, dein Baby leiden zu sehen.
Also aus meiner Sicht machst du gar nichts falsch - manchmal haben die Kleinen einfach trotzdem Verdauungsprobleme, obwohl man voll stillt. Das Gute ist: es hört auch mal wieder auf. :)
Es gibt seltene Fälle, in denen Babys die Muttermilch nicht vertragen. Aber da es am Anfang ja gut geklappt hat, liegt es wahrscheinlich nicht daran.
Das Einzige, was mir noch einfällt, ist, dass du einmal probieren könntest, eine Basiskost aus 2 bis 3 Zutaten zu essen. Zum Beispiel einige Tage lang nur Kartoffeln und Zucchini, oder Reis mit gekochtem Apfel oder Birne (gut gegen Verstopfung). Dann kannst du herausfinden, ob es doch etwas ist, was du isst und was dein Baby nicht verträgt.
Hast du schon versucht, naturtrüben Apfelsaft zu trinken, um die Verdauung deines Babys anzuregen?
Alles Liebe für euch!
Katharina

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Nein,das habe ich noch nicht versucht.
Das probiere ich mal aus.
Lieben Dank! :-)

Hallo Katharina!
Meine einjährige Tochter ißt Brot nicht recht gerne...aus TCM Sicht soll man ja auch nicht allzu viel davon geben.
Was soll/kann man stattdessen abends geben? Ist Pfannkuchen aus Dinkelmehl zbsp besser bekömmlich? Brei mag sie auch nicht mehr.

Was halten sie von Makrobiotik? Wo zbsp Nachtschattengewächse wie Kartoffel, Tomaten, Paprika garnicht empfohlen werden? ist da etwas daran dass man die meiden sollte?

Geben sie zum Frühstück ihren Kindern auch kein Brot sondern eher Müsli?

Danke und liebe Grüße
Meli

Liebe Meli,
einige Rezeptideen (nicht nur für Breie) finden Sie hier: http://www.ernaehrungsberatung-wien.at/blog/babys-erster-brei-einige-rez.... Pfannkuchen aus Dinkelmehl ist eine gute Idee - verwenden Sie dazu bitte nicht Kuhmilch, sondern Reis- oder Haferdrink. Dazu ist zum Beispiel Apfelkompott oder -Mus empfehlenswert (ohne Zucker).
Ansonsten können Sie ihr abends auch alles andere geben - von Kartoffeln (z.B. aus dem Ofen) über Suppen oder Reisgerichte, süß oder salzig, Hauptsache selber gekocht!
In der TCM gibt es keine Einwände gegen die Nachtschattengewächse. Tomaten sind sehr abkühlend und deswegen in rohem Zustand nur in geringen Mengen empfehlenswert.
Ja, wir essen in der Früh gekochte Speisen (z.B. das hier: http://www.ernaehrungsberatung-wien.at/blog/suesser-reisflockenbrei-mit-...)!
Liebe Grüße,
Katharina

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