Divertikel und Darmpolypen aus Sicht der TCM und Ernährungsempfehlungen

Foto vom Oberkörper einer Frau im hellblauen Pullover, die sich den Bauch mit einer Hand hält

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Kapitel "Divertikel und Darmpolypen" aus "Das ABC der Verdauungsbeschwerden"

Divertikel sind Ausstülpungen der Darmwände und Divertikulose (also das Vorhandensein von mehreren Divertikeln) die häufigste Darmerkrankung, vor allem bei älteren Menschen ab 60. Diese Ausstülpungen entstehen durch einen erhöhten Innendruck im Dickdarm und das durch das Alter weniger elastische Bindegewebe. Bemerkt werden Divertikel meist erst dann, wenn sie sich entzünden. Dann spricht man von einer Divertikulitis.

Unterschied Divertikel und Darmpolypen

Divertikel sind Ausstülpungen, die ähnlich wie Taschen in der Darmwand sind. Sie wachsen quasi nach außen.
Polypen sind Vorwölbungen bzw. Wucherungen der Darmschleimhaut in das Darminnere. Sie wachsen nach innen.
Bei beiden dauert es lange, bis Beschwerden oder Schmerzen entstehen, weshalb sie oft nur durch einen Zufallsbefund entdeckt werden.
Als Ursachen für Divertikel und Polypen gelten in der Schulmedizin Ernährungsfehler: zu viel Weißmehlprodukte, Zucker, Fettiges, eine ballaststoffarme Ernährung und unbekömmliches Essen.

All das schwächt nach TCM die Mitte, also Milz und Magen, und erzeugt auf Dauer Feuchtigkeit. Genau das gilt im Zusammenwirken mit Hitze als Ursache von Polypen und Divertikeln nach TCM: Feuchte Hitze. Das kannst du dir vorstellen wie Feuchtigkeit oder Nässe, die durch Hitzeeinwirkung zu Schleim eindickt. Das Klima im Darm ist feucht und heiß wie im Dschungel, wo alles gut wächst. So wächst auch im Darm etwas, allerdings nichts Gutes. Wenn sich die Divertikel entzünden, bedeutet das nach TCM noch mehr Hitze (Entzündungen sind immer Hitze). Die Abszesse und Fisteln, die diese Entzündung begleiten können, gelten ebenfalls als Feuchte Hitze.

Symptome einer Divertikulose

Oft dauert es länger, bis die Betroffenen überhaupt Beschwerden bekommen, da die Divertikel an sich nicht schmerzen (ebenso wie Darmpolypen). Erst wenn die Ausstülpungen mehr werden und größer, kommt es zu Verdauungsproblemen wie

  • Bauchschmerzen
  • Verstopfung
  • Blähungen
  • Durchfall

Wenn sich die Divertikel entzünden, also eine Divertikulitis entsteht, merkt man das meist an

  • Blut im Stuhl
  • Starke Schmerzen, vor allem im linken Unterbauch
  • Länger andauernder Verstopfung
  • Eventuell Fieber

Die schulmedizinische Diagnose von Divertikeln und Polypen erfolgt über eine Darmspiegelung. Empfohlen wird ballaststoffreiche Ernährung, ausreichend viel Wasser zu trinken und sich mehr zu bewegen. Bei einer Divertikulitis kommen auch entzündungshemmende Medikamente und Antibiotika zum Einsatz bzw. bei schweren Fällen auch eine Operation (Entfernung des betroffenen Darmabschnitts). Polypen gelten als mögliche Vorstufe von Darmkrebs und werden bei Entdeckung deshalb meist entfernt. Divertikel gelten hingegen als ungefährlich, solange sie sich nicht entzünden.

Ernährungsempfehlungen nach TCM

Es gelten prinzipiell die 23 Ernährungsempfehlungen aus dem Kapitel „Verdauung nach TCM“ (siehe Buch oder diesen Artikel zur Pflege des Milz-Qi). Weiters kann man versuchen, die Feuchte Hitze auszuleiten, etwa mit folgenden Ernährungstipps. Wenn du starke Beschwerden hast, sei bitte vorsichtig und iss nur das, was für dich leicht bekömmlich ist.

  • Verzichte auf scharfe Gewürze, Knoblauch, Chili, Zimt, Ingwer, Meerrettich (Kren) und Gewürztees. Diese verstärken die Hitze.
  • Trinke weniger Kaffee, dieser wirkt ebenfalls erhitzend.
  • Verzichte auf Alkohol, der erzeugt Feuchte Hitze im Körper.
  • Meide die stark befeuchtenden Nahrungsmittel Kuhmilch, weicher Käse und Topfen (Quark), Weißmehl, Zucker, sehr fettiges Essen.
  • Meide Fast Food und gegrilltes sowie frittiertes Fleisch, diese erzeugen Feuchte Hitze im Körper.
  • Folgende Kräutertees helfen gegen Feuchte Hitze: Enzianwurzel, Himbeerblätter, Klettenwurzel, Löwenzahn, Schafgarbe, Spitzwegerich
  • Folgende Nahrungsmittel helfen gegen Feuchte Hitze: Apfel, Adzukibohnen, Mungbohnen und andere Hülsenfrüchte, Champignons und allgemein Pilze, Brokkoli und andere Kohlgemüse, Rettich und Radieschen, Hirse, Gerste, Reis

Ende des Ausschnitts aus "Das ABC der Verdauungsbeschwerden (eBook)", Kapitel "Divertikel und Darmpolypen"

Ich freue mich, wenn dir dieser Artikel weiterhilft! Im Buch findest du dazu noch einige Kochrezepte, die bei Divertikeln und Polypen empfehlenswert sind. Klicke hier für alle Infos zum Buch und einen Blick ins Inhaltsverzeichnis mit einer Leseprobe aus dem Kapitel "Sodbrennen und Reflux". Du brauchst übrigens keinen eReader zum Lesen, sondern kannst das Buch als PDF auf jedem PC oder Laptop lesen oder auch ausdrucken. Weiters ist es als ePub und als mobi (für kindle) erhältlich. Und hier als Printbuch mit Hardcover.

Was sind deine Erfahrungen mit Polypen oder Divertikeln? Ich freue mich, wenn du sie mit uns in den Kommentaren teilst und berichtest, was dir geholfen hat. 

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