7 Tipps, wie du nach den Feiertagen wieder schnell in die TCM-Ernährung zurückfindest

Foto einer Frau beim Suppe kochen am Herd, Fotolia

Ich war in den Weihnachtsferien bei meinen Schwiegereltern in Vorarlberg und dort gibt es immer Schokolade im Kühlschrank (also habe ich jeden Tag Schokolade gegessen, was sonst?). Außerdem gab es fast täglich Brotmahlzeiten mit Salami und Bergkäse und andere Dinge, die nicht wirklich in meine TCM-Ernährung passen.

Ist das schlimm? Nein, ich habe es richtig genossen, mit gutem Gewissen. Weil ich wusste, dass es nur ein paar Tage sind und ich danach wieder mein gewohntes bekömmliches Essen bekomme.

Urlaub ist Urlaub, da darf ruhig auch mal alles anders sein! (Gesund essen im Urlaub? 5 einfache Tipps und warum ein schlechtes Gewissen schadet.)

Aber jetzt freue ich mich so richtig, wieder für mich zu kochen, mit viiieel Gemüse, Getreide wie Reis, Hirse und Polenta, mit Kichererbsen, Linsen und meinen guten Bio-Gewürzen.

Seit 3 Tagen bin ich wieder zuhause und merke jetzt schon, wie meine Verdauung und meine Haut aufatmen und sich freuen (ja, die Neurodermitis hat sich auf meinen Beinen zurückgemeldet, ganz aufgeschreckt durch die scharfen Gewürze und die Süßigkeiten). Die TCM-Ernährung tut einfach gut!

Hast du zu den Feiertagen auch zu viele Kekse oder Fleisch gegessen oder fast kein Gemüse gegessen? Und tust du dir schwer damit, jetzt wieder in dein gekochtes Frühstück und das Gemüse-Kochen reinzufinden?

Dann ist dieser Artikel für dich. Ich teile 7 Tipps mit dir, wie es leichter wird, wieder gesund zu essen.

7 Tipps, wie du schnell zur TCM-Ernährung zurückfindest

1. Kaufe ordentlich viel Gemüse ein, und zwar frisches.

Weißt du, was der Vorteil am Wintergemüse ist, das jetzt gerade Saison hat? Es hält sich mindestens einige Tage im Kühlschrank (im Gemüsefach), du kannst also sehr gut Vorräte kaufen!

Kaufe dir Karotten, Kohlsprossen (Rosenkohl), Sellerie (Knolle), Lauch (Porree), Weiß- und Rotkraut, Kohl, Champignons und was es sonst noch aus deiner Region gibt.

Der Trick: Wenn du es erstmal zuhause hast, dann wirst du wahrscheinlich auch etwas damit kochen. Es wäre doch schade, wenn alles verdirbt!

2. Koche vor.

Du brauchst dich nicht jeden Tag in die Küche zu stellen und etwas Neues zu zaubern. Koche einfach eine größere Menge!

2 super einfache Rezeptideen dafür:

1. Ofengemüse: Ja, das schmeckt auch mit Wintergemüse super! Alles in mundgerechte Stücke schneiden (bei den Kohlsprossen die Spitzen abschneiden und die äußere Haut abziehen, so brauchst du sie nicht zu waschen), mit Olivenöl und Kräutern der Provence, etwas Koriander und Salz würzen und bei 170 Grad ca. 40 Minuten im Ofen schmoren. Schmeckt sehr gut und du kannst die Reste im Kühlschrank aufbewahren und am nächsten Tag als Salat in die Arbeit mitnehmen. Damit es sättigender wird, gib Kartoffeln dazu und backe ein paar Stücke Feta oder Cashews in den letzten 15 Minuten mit.

2. Suppentopf oder Eintopf: Schneide alles in mundgerechte Stücke und gib es in einen großen Topf. Fülle es mit Wasser auf, sodass es knapp bedeckt ist (Wasser kannst du dann immer noch nachfüllen, falls es zu dick wird). Würze mit Liebstöckl, einem kleinen Stück frischem Ingwer und anderen Kräutern nach Geschmack. Tipp: Sellerie und Lauch geben den typischen Suppengeschmack, dann brauchst du keinen Suppenwürfel verwenden. Für einen Eintopf kannst du am Ende noch Kichererbsen aus der Dose (Bio, abwaschen) dazugeben und das ganze kurz anpürieren, mit Schlagobers (Sahne) oder Kokosmilch verfeinern.

3. Verschenke die übriggebliebenen Süßigkeiten oder wirf sie weg.

Ja, du hast richtig gelesen – wirf sie weg. Ich bin nicht für Nahrungsmittelverschwendung, aber die Industriekekse und Industrieschokolade sind keine echte Nahrung. Sie machen uns auf Dauer krank (leider, ich esse ja auch gerne Schokolade…).

Es ist sehr schwer, auf Süßigkeiten zu verzichten, wenn sie überall rumliegen.

Falls dein/e PartnerIn oder deine Kinder protestieren, bitte sie darum, ihre eigenen Süßigkeiten in einem sicheren Versteck unterzubringen, wo du sie nicht zu sehen bekommst.

4. Kaufe dir köstliche gesunde Alternativen für den Süßhunger.

Es ist super wichtig, dass du etwas zuhause hast, wenn dich die Lust auf Süßes überkommt! Sonst wirst du frustriert und ärgerlich, und das wollen wir nicht. Dann könnte es passieren, dass du am Nachhauseweg von der Arbeit doch noch im Supermarkt vorbeischaust und einen Schokoriegel mitnimmst.

Um dem vorzubeugen, gehe doch einmal in den Biosupermarkt oder ein Reformhaus und decke dich mit gesunden Alternativen ein:

  • Kokoschips
  • Apfelringe
  • süße, weiche Datteln
  • hochprozentige Schokolade (mind. 75 %)
  • Datteln in Kokosraspeln
  • Sesam-Honig-Krokant
  • Mandelmus (1 Löffelchen zwischendurch schmeckt gut und liefert noch dazu super tolle Nährstoffe)
  • Reisflocken, Hirseflocken, Dinkelgrieß und Reis- oder Haferdrink für einen schnellen süßen Brei (verfeinert mit Marmelade, Honig oder Schokoflocken, mmmh!)

5. Erzähle deinen ArbeitskollegInnen davon, dass du jetzt wieder mit gesunder Ernährung durchstarten willst.

Das hat 2 tolle Wirkungen:

Wenn du es aussprichst und anderen erzählst, wird es für dich verbindlicher. Es ist nicht angenehm, vor den Augen der anderen dann doch wieder die Wurstsemmel zu Mittag zu essen statt des gekochten Salats von zuhause.

Du holst deine KollegInnen ins Boot und sie unterstützen dich. So legen sie dir nicht mehr die Pralinen auf den Schreibtisch, wenn sie wissen, dass du gerade versuchst keine Süßigkeiten zu essen. Und vielleicht will die eine oder andere mit dir mitmachen?

6. Gehe deinen Vorratsschrank und deinen Kühlschrank durch und wirf Softdrinks und Knabbersachen raus.

Es gilt dasselbe wie bei Punkt 3: Du machst es dir unnötig schwer, wenn du ungesunde Sachen zuhause hast.

Vielleicht magst du jetzt die Chance nutzen, endgültig von Eistee, Cola etc. loszukommen. Ich bin der Überzeugung, dass diese sehr schädlich für deine Gesundheit sind (egal ob mit Zucker oder Süßstoff oder zero…). Kaufe dir stattdessen naturtrüben Apfelsaft und trinke bei Gusto einen mit Wasser gemischt. Wenn es dir sehr schwer fällt, reduziere die Softdrinks auf einen Tag in der Woche. Ansonsten trinke Wasser, Wasser, Wasser! (Wenn es geht, nicht kalt.)

7. Kritisiere dich niemals, nie, never ever für irgendetwas.

Diesen Tipp habe ich bei Louise Hay, „Gesundheit für Körper und Seele“, gelesen und  beherzige ihn seitdem so gut ich kann. Selbstkritik nützt uns gar nichts, viel zielführender und menschlicher sind gutes Zureden, Verständnis, Freundlichkeit und Liebe.

Wenn du also wieder in alte Gewohnheiten zurückfällst und anfängst, mit dir selber zu schimpfen oder dich zu verurteilen, halte einen Moment inne. Stelle dir vor, was du zu deiner besten Freundin sagen würdest, wenn sie in deiner Situation wäre. Sicher nicht: „Du Idiotin, du schaffst auch nie irgendwas, wie kann man nur so undiszipliniert sein!“ Oder?

Eher würdest du sagen: „Das ist nicht so schlimm, morgen probierst du es einfach wieder. Denk einfach nicht mehr dran, du schaffst das! Ich bin stolz auf dich, dass du dich so bemühst, gesund zu essen. Du machst das toll!“

Es ist ungewohnt, ich weiß, aber probiere mal, so mit dir selber zu sprechen! Es wirkt Wunder für unser Selbstwertgefühl und unsere Zufriedenheit und Glück.

Und eines steht für mich fest:

Auf Dauer gesund zu essen funktioniert nur, wenn wir Freude daran haben, wenn uns das Essen schmeckt und wir nicht auf alles verzichten müssen. Der Genuss soll immer im Mittelpunkt stehen! 

Welchen dieser Tipps wirst du umsetzen? Ich freue mich sehr, wenn du in den Kommentaren über deine Erfahrungen berichtest.

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Kommentare

Liebe Christine,
danke für deinen netten Kommentar! :)
Schön, dass du auch wieder mit Gemüse und gesünderem Essen startest, das tut einfach gut. Ich merke jetzt schon, dass sich mein Körper über das gesunde Essen sehr freut.
Liebe Grüße,
Katharina

Bild des Benutzers Katharina

Nach längerer Zeit bin ich reumütig diese Woche wieder zum gekochten Frühstück zurückgekommen. Ich hatte gemerkt, dass mir hauptsächlich die zusätzliche Portion Getreide (Haferflocken oder auch mal Couscous) fehlen. Meine Fingernägel waren wieder so brüchig wie eh und je, das Energielevel stagnierte...
Ein anderes Problem von mir ist, dass ich einfach zu häufig esse - und dann Bauchweh habe. Trotzdem schaffe ich es nicht, den Nachmittag ohne eine Zwischenmahlzeit zu überstehen. Wahrscheinlich psychologisch - ich könnte mich plötzlich zu schwach zum Arbeiten fühlen oder Ähnliches.

Liebe Mera,
danke für deinen Kommentar!
Interessant, dass du das bei den Fingernägeln so schnell gemerkt hast. Was das häufige Essen betrifft, so hilft es dir vielleicht, zu Mittag mehr zu essen oder mehr Eiweiß oder Fett einzubauen. Ansonsten ist eine Zwischenmahlzeit aber eh ok, solange mindestens ca. 3 Stunden zwischen den einzelnen Mahlzeiten liegen. Problematisch ist nur das ständige Snacken. Wobei Bauchweh natürlich nicht sein sollte...
Ich wünsche dir, dass du für dich eine gute Lösung findest, liebe Grüße,
Katharina

Bild des Benutzers Katharina

Hallo Katharina,
vielen Dank für die Antwort, die ich erst jetzt entdecke.
Ganz eindeutig haben sich Fingernägel und Haare sehr gebessert durch TCM. Das ist ja wiederum ein Zeichen, dass auch sonst gesundheitlich alles relativ gut läuft.
Ansonsten muss man wohl etwas experimentieren.
Beste Grüsse.

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