18 Nahrungsmittel, die bei Leber-Qi-Stagnation helfen

Foto von frischer Minze in einem Topf

Erkennst du dich bei folgenden Beschwerden wieder?

  • Spannungsgefühl in den seitlichen Rippen
  • unregelmäßige Menstruation, Menstruationsbeschwerden und PMS
  • Kopfschmerzen
  • Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen
  • wechselnde Verdauungsbeschwerden und Blähungen
  • Kloßgefühl im Hals, häufiges Räuspern und Seufzen
  • Nägelbeißen
  • nächtliches Zähneknirschen
  • Wetterfühligkeit
  • Verspannungen

Und all das wird bei Stress schlechter? Dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass du aus Sicht der TCM eine Leber-Qi-Stagnation hast, groß. Je mehr Symptome du bei dir wiedererkennst, desto stärker ist die Stagnation ausgeprägt.

Eine Definition von Gesundheit nach TCM ist ausreichend Qi (Lebensenergie) zu haben,das frei durch den Körper fließt. Ein freier Qi-Fluss sorgt für ausgeglichene Emotionen, eine regelmäßige Verdauung und eine regelmäßige, schmerzfreie Menstruation. Wenn das Qi irgendwo stockt oder stagniert, kommt es zu Druck- und Spannungsgefühlen sowie Schmerzen und man neigt zu Stimmungsschwankungen und innerer Anspannung. 

Die Ursachen für eine Leber-Qi-Stagnation sind vor allem Stress, Leistungsdruck, unterdrückte Emotionen (alles "runterschlucken") und zu wenig Bewegung. Was die Ernährung betrifft, so sind das Überessen und zu üppige, reichhaltige Essen sowie zu hastiges Essen, zu viele Süßigkeiten, Fast Food, Alkohol, Kaffee, aber auch zu viel Saures wie Essig und Orangensaft mögliche Auslöser. 

Um das Qi zu bewegen, wird in der TCM vor allem die Akupunktur empfohlen, die gerade bei Schmerzen sehr wirksam sein kann. Außerdem hilft äußere Bewegung der inneren Bewegung des Qi, also spazieren gehen, tanzen und jeglicher Sport, allerdings ohne Leistungsdruck (die Leber mag keinen Druck). 

Außerdem gibt es einige Nahrungsmittel und Kräutertees, die das Qi bewegen.

18 Nahrungsmittel, die das Qi bewegen

  1. Artischocken
  2. Auberginen (Melanzani)
  3. Basilikum
  4. Chicorée
  5. Erbsen
  6. Fenchel
  7. Grünkohl
  8. Kohlrabi
  9. Kresse
  10. Kürbiskerne
  11. Löwenzahn
  12. Minze
  13. Oliven
  14. Radieschen, Rettich
  15. Rote Bete (Rote Rübe)
  16. Sprossen
  17. Staudensellerie (Stangensellerie)
  18. Zwetschgen (Pflaumen)

Mit Ausnahme des (sanft) wärmenden Fenchel sind alle diese Nahrungsmittel kühlend bis neutral. Da bei einer Leber-Qi-Stagnation häufig Hitze dabei ist (erkennbar etwa an Akne, Sodbrennen, Zahnfleischentzündungen, Hitzewallungen, starkem Schwitzen, brennenden und heftigen Schmerzen (z.B. Kopfschmerzen)), habe ich die ebenfalls Qi bewegenden Gemüsearten Zwiebel, Lauch, Knoblauch und Schnittlauch nicht in die Liste aufgenommen, da sie stark wärmend sind. 

Bewegende Gewürze, die thermisch neutral sind, sind Safran und Kurkuma, günstige Kräutertees sind Pfefferminztee (stark kühlend) und Orangenblütentee (neutral) sowie allgemein Blütentees (Rosen, Lavendel, Kamille...), außerdem Schafgarbe und Frauenmantel. 

Mehr Tipps für deine Leber (inklusive passender Kochrezepte) findest du in meinem Buch "Eine starke Leber durch richtige Ernährung. Mit 6-Wochen-Entgiftungsprogramm" (Kneipp-Verlag, im Buchhandel erhältlich oder als eBook direkt bei mir). 

Ich hoffe, diese Informationen helfen dir weiter! Wenn du mehr Unterstützung haben möchtest, empfehle ich dir mein Onlineprogramm "Trust your Body".

Kommentare

Liebe Hella!

Danke für dein nettes Feedback und deinen Kommentar.
Dass Kurkuma bei Gallensteinen "schädlich" sein soll, ist mir ehrlich gesagt neu. Ich habe bis jetzt nur gelesen und gehört, dass Kurkuma eine anregende Wirkung auf die Gallenblase und eine bewegende auf das Qi hat. Deswegen wird Kurkuma sogar von Paul Pitchford in seinem Buch "Healing with Whole Foods" bei Gallenproblemen empfohlen. Weitere Infos zu Gallensteinen aus Sicht der TCM findest du hier: https://www.ernaehrungsberatung-wien.at/blog/gallensteine-6-tcm-ernaehru...

Liebe Grüße und alles Gute
Christina (Assistentin von Katharina)

Bild des Benutzers Christina Z.

Liebe Katharina,

danke für Deine guten Informationen. Ich versuche immer ein wenig davon umzusetzen. Allerdings wird es für mich immer schwierig, wenn ich unterschiedliche Krankheiten habe und jeweils darauf eingehen will. So habe ich zum Beispiel Gallensteine und habe kürzlich erfahren, dass dafür Kurkuma schädlich wirkt. Allerdings esse ich es seit Jahren, da es entzündungshemmend bei mir wirkt.
Was sagst Du dazu?
LG Hella

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