Nahrungsmittelporträts

Marillen, Beeren und andere Sommerfrüchte - Wirkungen nach TCM

Marillen

Sommer - die Zeit für ObstliebhaberInnen! Brombeeren sind gerade reif und süß, Marillen saftig und Kirschen rot und lecker. Diese Früchte, die reif geerntet werden und in unserem Klima gewachsen sind, liefern uns wertvolles Qi und gute Säfte. Außerdem kühlen sie den Körper - aber sanft, sodass unser Bauch glücklich ist.

Kürbis für leckere Herbstgerichte

Kürbis
© s.media / PIXELIO

Der Herbst ist da und das bedeutet Kürbiszeit! Die verschiedensten Sorten sind jetzt wieder frisch erhältlich, am besten am Markt.

Wirkungen nach TCM:

thermische Wirkung: leicht kühlend bis wärmend (je nach Farbe; je dünkler, desto wärmender)

Organbezug: Kürbis stärkt die Mitte (Milz und Magen) sowie die Lunge

Farbe und Geschmack: die orange und gelbe Farbe gehört zum Erdelement (Milz und Magen), ebenso der süße Geschmack

Rezepte mit Kürbis:

Sushi - wie empfehlenswert ist es?

Sushi (und Maki) an und für sich klingt ja ganz gut - Fisch und Reis in Algen gewickelt und etwas Gemüse drin, Ingwer dazu und Wasabi für die Schärfe.

Das wären alles Nahrungsmittel, die die TCM auch empfehlen würde. Daher habe ich bis jetzt auch keine Bedenken gehabt, Sushi als gesundes Essen zwischendurch zu empfehlen.

Leider muss ich das jetzt widerrufen, nachdem ich einen Artikel in der letzten Zeit gelesen habe, in dem es um die Zusatzstoffe in fast jedem Sushi geht. Laut diesem Artikel sind sowohl Reis als auch Fisch und Ingwer mit Farbstoffen und Geschmacksverstärkern versetzt. Auch der Wasabi ist fast nie echter Wasabi, sondern wird aus Kren (Meerrettich) hergestellt und mit Farbstoff versetzt.

Unser täglich Brot... - Stellenwert in der TCM-Ernährung

Brot gehört in unseren Breiten zur täglichen Ernährung, so wie der Blitz zum Donner gehört und das Bier zum Fußball. Da Brot im Alltag der Chinesen eine weit geringere Rolle spielt, fehlen Angaben zu seinen thermischen und sonstigen Eigenschaften in den traditionellen Quellen. Es ist das Verdienst von Barbara Temelie (zum Beispiel in ihrem empfehlenswerten Buch "Ernährung nach den Fünf Elementen") und anderen westlichen AutorInnen, sich dieser Lücke angenommen zu haben.

Brot hat eine paradoxe Wirkung auf den Körper:

Salat im Winter

Grüner Salat

ist nach der Traditionellen Chinesischen Medizin bitter und abkühlend. Daher ist er vor allem im Sommmer empfehlenswert, wenn es draußen heiß ist. Salat eignet sich vor allem für Hitzetypen sowie Übergewicht mit Hitze (das Syndrom "Feuchte Hitze"), das heißt für Menschen, die viel schwitzen, ein rotes Gesicht haben, vielleicht rote Augen und eher dick sind.

Für alle anderen Konstitutionen - und im Winter - gilt: ein kleiner Salat als Beilage zu einer gekochten Hauptmahlzeit schadet gar nicht und hilft bei der Verdauung (der bittere Geschmack wirkt verdauungsfördernd), besonders bei Fleisch und fetten Gerichten.

Hülsenfrüchte

Rote LinsenAm schnellsten und einfachsten zuzubereiten sind rote oder gelbe Linsen (erhältlich zum Beispiel beim DM). Sie werden mit kaltem Wasser gewaschen, bis das Wasser nicht mehr trüb ist. Dann kocht man sie mit der doppelten Menge Wasser ca. 20 Minuten, bis sie weich sind. Man kann sie auch vorher eine Stunde einweichen, dann geht es noch schneller, oder sie im Druckkochtopf kochen (ca. 10 Minuten oder weniger).

Zitrusfrüchte im Winter?

Zitrusfrüchte im WinterIm Winter wird empfohlen, mehr Vitamin C zu sich zu nehmen, um gegen Erkältungen gewappnet zu sein - am besten in Form von Orangen und Mandarinen. Aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin ist das vollkommen verkehrt. Der Grund liegt in der energetischen Wirkung solcher Früchte: sie sind stark kühlend und sauer. Das wird nachvollziehbar, wenn man sich überlegt, woher die Orange und ihre Freunde ursprünglich kommen:

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