5 Gewohnheiten, die dein Yin schädigen - und wozu du das Yin überhaupt brauchst

Schlafende Katze - Schlaf stärkt dein Yin.

Kennst du das?

Du kommst am Abend nachhause und bist erschöpft und todmüde, bist innerlich aber so aufgedreht, dass du nicht zur Ruhe kommst.

Du musst daran denken, was du morgen alles in der Arbeit erledigen solltest, dass du für dein Kind noch einen Arzttermin ausmachen musst und überhaupt. An Abschalten oder sogar Schlaf ist nicht zu denken. Naja, vielleicht dann um Mitternacht, wenn du noch diese wichtige Recherche im Internet gemacht hast.

Deine Nerven sind gereizt, die Stimmung ist angespannt. 

Das ist ein typisches Zeichen eines Yin-Mangels! 

Und ich kenne das von mir selbst auch sehr gut. Bei mir wird dieser Zustand vor allem durch zu viel Stress und zu wenig Schlaf hervorgerufen.

Und dann muss meine Familie an meiner gereizten Stimmung leiden.

Seit ich das bemerkt habe, lege ich viel Wert darauf, spätestens um 22 Uhr schlafen zu gehen und mir täglich Pausen zu gönnen. 

Fürs Nichtstun. 

 

Das Yin steht in der TCM für die Nacht, Stille und das Ausruhen, das Yang für den Tag, Bewegung und das aktive Tun. 

Beides brauchen wir! 

In unserer westlichen Gesellschaft gibt es ein Übergewicht an Yang, durch

  • Stress
  • viele Termine
  • Arbeiten
  • Sport
  • Telefonieren, Fernsehen, Internet surfen
  • Leistung erbringen

So kommt unser Yin leicht in den Mangel.

Deshalb habe ich eine Facebook-Challenge gestartet, die "Kochen fürs Yin" heißt. 14 Tage findest du jeden Tag ein neues Rezept von mir mit Yin stärkenden Zutaten (Liste zum Download) und speziellen TCM-Infos und Kochtipps. Mehr zur Facebook-Challenge findest du in diesem kurzen Video.

 

Das Yin steht für die Materie im Körper: Blut, Körpersäfte, Knochen, Gewebe... 

Das Yang steht für das Immaterielle, das, was uns lebendig macht: Qi (Energie), Wärme, Bewegung, Antrieb

 

Mit der Ernährung nach der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) können wir beides stärken. So sorgen wir dafür, dass wir gesund sind und uns wohl fühlen.

Wenn du nämlich zu viel Yang hast, fehlt dir die Erdung und die Kühlung. Du läufst sozusagen heiß und hebst bald ab. 

Wenn du zu wenig Yang hast und das Yin im Übermaß ist, wirst du hingegen träge und verlierst dein Lebensfeuer. Dein Antrieb und deine Lebenslust werden von der Materie erstickt.

 

In diesem Artikel und in der Facebook-Challenge widmen wir uns der der Stärkung des Yin. 

4 Hauptmerkmale, dass dein Yin im Mangel ist

  1. Trockenheit (trockene Haut, trockener Stuhl, trockene Lippen...)
  2. leere Hitze (Hitzewallungen, rote Flecken im Gesicht, Nachtschweiß, Neigung zu Entzündungen im Körper...)
  3. innere Unruhe ("dünne" Nerven, Schlafstörungen, Nervosität...)
  4. Substanzmangel (schlechte Zähne, Osteoporose, Haarausfall, brüchige Nägel...)

Je mehr du davon bei dir erkennst, desto wichtiger ist es für dich, die folgenden 5 schädlichen Gewohnheiten zu reduzieren.

Mehr zu deinem Typ nach TCM findest du im Gratis-Test "Bin ich Yin oder Yang?", den du als Geschenk bei der Anmeldung zu meinem Freitags-Newsletter dazu bekommst (inklusive erster Ernährungstipps). Über 10.000 gesundheitsbewusste Menschen sind schon dabei, ich freue mich auf dich!

5 Gewohnheiten, die dein Yin schädigen

1. Zu wenig essen

Wenn du regelmäßig Mahlzeiten ausfallen lässt, schadet das auf Dauer deinem Yin. Es kostet dich Blut, Körpersäfte und Yin. Natürlich auch Qi, also Energie. 

Dazu gehören auch häufige Diäten oder zu lange Fastenkuren. Die TCM sieht diese kritisch, weil sie eben deinem Körper viel abverlangen.

Die Lösung: Regelmäßige Mahlzeiten, die dich zufrieden und satt machen.

 

2. Zu scharf essen

Liebst du Chili, Knoblauch, Ingwer und Pfeffer?

Zu viel davon "verbrennt" dein Yin, da diese Gewürze nach TCM stark erhitzend wirken.

Du merkst das daran, dass du nach einem richtig scharfen Essen zu schwitzen beginnst oder dir heiß wird. Der Schweiß zählt übrigens auch zu den Körpersäften und gilt in der TCM als wertvolle Flüssigkeit, von der man nicht zu viel verschwenden sollte. 

Symptome einer inneren Hitze wie rote Wangen oder Hitzewallungen werden durch die scharfen Gewürze ebenfalls verstärkt.

Die Lösung: Würze milder und bevorzuge frische Kräuter und mild wärmende Gewürze wie Kümmel, Koriander, Kreuzkümmel, Kräuter der Provence und Majoran.

Auch Gewürztees, also Yogi-Tee, Ingwertee etc., gelten als stark erhitzend. 

 

3. Zu trocken essen

Ein Marmeladebrot zum Frühstück, Fleisch mit Reis und grünem Salat zu Mittag, Brezeln und Kuchen am Nachmittag und am Abend Wurstbrot mit Rohkost. 

Dieser nicht so selten vorkommende Speiseplan entbehrt einer wichtigen Zutat für dein Yin: das Saftige fehlt!

Die Folge ist, dass deine Körpersäfte schön langsam austrocknen, spürbar an trockener Haut, trockenem Mund, trockenem Stuhl und so weiter. 

Die Lösung: Iss mehr saftige Speisen, wie gekochtes Gemüse, Eintöpfe, Gemüsesuppen, sauciges Essen, süße, saftige Breie und Kompotte. Und weniger Brotmahlzeiten und Knabbereien.

Ein gekochtes Frühstück ist dafür ein guter Start. Hier findest du drei meiner Lieblingsrezepte.

 

4. Zu viel Bitteres trinken

Oje, jetzt kommen wir zu einem schwierigen Thema. 

Der Kaffee!

Ich selber trinke ihn ja überhaupt nicht, weil er mir einfach nicht schmeckt (ich habe andere Laster, z.B. bin ich trockener Schokoholic). 

Aber ich weiß, dass es für viele sehr schwer ist, den Kaffee zu reduzieren oder möglicherweise ganz darauf zu verzichten.

Nach TCM wirken Kaffee und Schwarztee sehr trocknend auf unsere guten Körpersäfte und schädigen damit das Yin. Mit einer gewissen Einschränkung gilt das auch für Grünen Tee.

Ein Trost: Es kommt natürlich immer auf die Menge an! Ein oder zwei Kaffee am Tag sind meistens kein Problem. 

Die Lösung: Weniger Kaffee und Schwarztee trinken, mehr Kräutertee und Wasser. :)

Mehr zum Thema Kaffee findest du hier: Kaffee nach TCM - wem nutzt er, wem schadet er?

Auch Getreidekaffee wirkt übrigens trocknend, erkennbar am bitteren Geschmack. Aber weniger als Bohnenkaffee.

 

5. Zu wenig Schlaf und Pausen

Das Yin erholt sich am besten im Schlaf. Und zwar im Schlaf vor Mitternacht.

Deshalb ist eine der besten Methoden, das Yin zu stärken, früher schlafen zu gehen.

Wann gehst du normalerweise ins Bett?

Und bist du am Morgen ausgeruht?

Der zweite wichtige Punkt sind Pausen in deinem Tagesablauf

Einfach mal aus dem Fenster schauen und 5 Minuten nichts tun - außer schauen eben.

Interessanterweise fällt uns das oft sehr schwer. 

Wenn dir das auch schwer fällt - einfach mal nichts zu tun -, dann ist es umso wichtiger für dich, damit anzufangen. Man kann es üben!

Du wirst sehen, solche Pausen nehmen Druck heraus, beruhigen deine Nerven und stärken dein Yin.

Sehr hilfreich ist dabei das Atmen.

Atme ein und zähle dabei bis 4, dann mache eine kurze Pause und atme wieder aus, zähle dabei auf 7.

Oder wenn dir das zu mühsam ist, versuche einfach mal ein paar bewusste Atemzüge zwischendurch zu machen. Spüre dabei deinen Bauch.

Die Lösung: Achte auf ausreichend Schlaf und mache untertags öfter mal kurze Pausen. Oder sogar einen Mittagsschlaf. :)

 

Und jetzt bin ich neugierig - bei welcher der 5 schädigenden Gewohnheiten hast du dich wiedererkannt? Und was wirst du gleich heute ändern?

Ich freue mich auf deine Kommentare! Und darauf, dich in der Facebook-Challenge (die ist übrigens gratis) zu lesen. 

Kommentare

Hallo Katharina,

ich leide an perioraler Dermatitis. Ich suche nach einem geeignetem Frühstück, welches kühlend wirkt. Nur finde ich leider nur Rezepte mit Obst und eher süß. Das sind aber genau die Komponenten, welche ich morgens nicht runterbekomme. Hast du eine Idee?
Sonnige Grüße

Bin in einem burnout gelandet, also meine nierenenergie ist entleert, hoff ich kann sie wieder füllen, Danke für die tips

Liebe Birgit,
danke für deinen Kommentar! Ein Burnout ist nach TCM ein starker Mangel, sowohl an Yin als auch an Yang, an Blut, Qi und Säften. Wichtig ist dabei, sich Zeit zu geben, um Schritt für Schritt alles wieder aufzubauen. Da gibt es keine Abkürzungen. Vielleicht magst du neben einer bekömmlichen und nährstoffreichen Ernährung auch noch TCM-Kräuter probieren, die können gut unterstützen. Du bekommst sie nach einer Diagnose bei einem TCM-Arzt/Ärztin.
Alles Liebe,
Katharina

Interessanter Artikel... Danke!
Freu mich immer, von dir was zu lesen...

Liebe Tina,
danke für deinen Kommentar, das freut mich sehr!
Liebe Grüße,
Katharina

Liebe Katharina,
Danke für Deine wunderbaren und verständlichen Hinweise für eine besser Ernährung. Da ich zur Zeit mit einer hartnäckigen Erkältung mit Keuchhusten änlichen Symtomen zu tun habe, kamen mir fast alle 5 Punkte bekannt vor. Jetzt hoffe ich das ich einiges verbessern kann wenn ich diese Punkte verändere.
Liebe Grüße Gisela

Liebe Gisela,
vielen Dank für deinen Kommentar!
Liebe Grüße und baldige Besserung,
Katharina

Danke für deine hilfreichen Infos.
Werde vom Pfeffer und Co. viel weniger nehmen.
Seit ich meine Kinder auf die Welt gebracht habe, habe ich das Gefühl von Chi-Mangel schlechthin.
Alles Gute und Liebe
Brigitte

Liebe Brigitte,
danke für deinen Kommentar!
Ich weiß nicht, wie alt deine Kinder sind, aber bei mir (meine sind 4 und 7) war es in den ersten Jahren auch ein starkes Mangelgefühl. Es ist einfach anstrengend für Körper und Seele, Babys und kleine Kinder zu haben. Inzwischen ist es aber viel besser geworden.
Schau gut auf dich und alles Liebe,
Katharina

Oh ja, davon kenne ich einiges. Kann es sein, dass auch Stillen yin-zehrend ist? Seit ich stille, habe ich besonders viele Yin-Mangel-Anzeichen.

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